Warum lohnt sich dieser Kurs?
Diskriminierungsschutz, Kündigungs- und Beendigungsverfahren: Wie sieht die rechtliche Lage für Menschen mit Behinderung im Betrieb aus? Klären Sie mit dem Arbeitsrechts-Experten der Arbeiterkammer Steiermark die Perspektive von Arbeitgeber und Arbeitnehmer, vermeiden Sie typische Fehlerquellen und nehmen Sie Checklisten für Ihre Praxis mit.Kursüberblick
Unternehmen ab 25 Mitarbeiter*innen müssen auf je 25 Arbeitnehmer mindestens einen "begünstigten Behinderten" einstellen oder eine Ausgleichstaxe bezahlen. Wenn das Behinderteneinstellungsgesetz (BEinStG) im Arbeitsalltag relevant wird, geht es oft um sensible Situationen: Anpassungsbedarf am Arbeitsplatz, Leistungs- und Konfliktthemen, längere Fehlzeiten oder die Frage, wie eine Beendigung korrekt vorbereitet und begleitet wird.In solchen Fällen treffen unterschiedliche Rollen und Perspektiven aufeinander – Führung und HR, Betriebsrat, Behindertenvertrauensperson und betroffene Mitarbeiter*innen. Gerade deshalb sind klare Abläufe, saubere Kommunikation und eine nachvollziehbare Dokumentation entscheidend: Sie schützen Betroffene, erhöhen die Fairness im Verfahren und reduzieren Eskalationen.
An einem Seminartag erarbeiten Sie eine gemeinsame „Praxislandkarte“: Wer ist wann einzubinden? Welche Schritte sind sinnvoll, welche Fehler passieren typischerweise – auf beiden Seiten. Sie erhalten konkrete Handlungsoptionen, Gesprächslogik und Checklisten-Ansätze, die sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmervertreter*innen nutzbar sind. Ziel ist, Verfahren transparent zu gestalten, Diskriminierungsrisiken früh zu erkennen und die Zusammenarbeit im Betrieb konstruktiv zu stärken.
Kursinhalte
Kündigungs- und Beendigungsverfahren im BEinstG-Kontext- Rechtliche Leitplanken für Kündigungs- und Beendigungsverfahren anwenden
- Wann wird das BEinstG bei Beendigungsvorhaben relevant?
- Beteiligte und Stakeholder: Welche Rollen spielen diese im Verfahren (inkl. BVP/Betriebsrat)
- Typische Stolpersteine zu Timing, Begründungslogik und Konsistenz erkennen
- Vorprüfung zu Anlass, Alternativen, Faktenlage und Risiken durchführen
- Gesprächs- und Kommunikationsplanung: Klare Botschaften und deeskalierendes Vorgehen
- Saubere Dokumentation: Chronologie, Nachvollziehbarkeit, „Aktenfitness“
- Risikosituationen bei Entscheidungen, Maßnahmen und Begründungen erkennen
- Prävention durch transparente Kriterien und einheitliche Prozesse umsetzen
- Richtig reagieren bei Vorwurf und Beschwerde: Sachverhaltsklärung, interne Schritte und Schutz vor Eskalation
- Rechtsstellung der BVP: Rolle, Rechte/Pflichten, Grenzen (praxisnah erklärt)
- Kompetenzen der BVP im Betrieb: Mitwirkung, Information und Unterstützung betroffener Mitarbeiter*innen
- Do’s & Don’ts der Zusammenarbeit: Einbindung, Informationsfluss, Vertraulichkeit, Schnittstellen gestalten
Zielgruppe
- Juristen
- Interessensvertreter
- Unternehmer
- Personalverantwortliche
- Führungskräfte
