Mit LinkedIn zum Business-Influencer werden

Anton Kutscherauer

Beim Begriff „Influencer“ denken viele spontan an junge Menschen, die ihre Leidenschaft für Beauty, Reisen und Lifestyle über soziale Medien teilen. Damit erzielen sie Aufmerksamkeit und teilweise enorm große Reichweiten. Sie werden zu Meinungsbildnern und zu einer eigenen Marke. Solche Effekte wünscht man sich auch im geschäftlichen Umfeld häufig. Erfahren Sie hier, wie Ihnen das als Business-Influencer gelingen kann.

Mit LinkedIn in zwei Minuten startbereit

Facebook, Instagram oder gar TikTok bilden für unternehmerische Belange meist nicht das passende Umfeld, um als Business-Influencer aktiv zu werden. Daher lohnt sich ein Blick auf die Unternehmensplattform LinkedIn. Diese nutzen alleine in Österreich bereits rund zwei Millionen Menschen, um Geschäftskontakte zu pflegen, sich über Karrierechancen zu informieren und Unternehmens-News zu folgen – ein riesiges Potenzial, das Influencer kostenfrei nutzen können. Das kann für Unternehmer und Selbständige ebenso relevant sein wie für Fachkräfte und Spezialisten großer Firmen, deren Expertise von öffentlichem Interesse ist.

Zu diesem Zweck hat LinkedIn vor einigen Monaten den „Creator Mode“ für persönliche Profile eingeführt. Um ihn zu aktivieren, loggen Sie sich in Ihr persönliches Profil ein, klicken rechts oben auf „Sie“, anschließend auf „Profil anzeigen“ und scrollen auf der Hauptseite nach unten bis zum Bereich „Ressourcen“. Dort stellen Sie bei „Creator-Modus“ den Regler auf „ein“, wählen bis zu fünf Themenbereiche (Hashtags) aus, auf die Sie sich inhaltlich als Influencer fokussieren wollen, und los geht’s.

Von diesen Funktionen profitieren Sie als „Creator“

Die wesentlichste Änderung ist, dass bei Ihrem Profil neben Kontakten nun auch Follower zugelassen werden. Diese können bei Interesse jederzeit Ihren Newsstream abonnieren, ohne dass sie mit Ihnen als Kontakt verbunden sein müssen. Die Aktivierung des „Creator-Mode“ macht alle Ihre Kontakte automatisch zu Followern – Sie verfügen also vom Start weg über eine Basis-Community, die Sie informieren und nach und nach erweitern können.

Darüber hinaus erhalten Sie Zugriff auf Analysedaten (abrufbar über Ressourcen > Creator-Modus), die Aufschluss über Beitragsreichweiten, Aktivitäten und demografische Daten der Follower liefern. Mit ihnen lässt sich die Leistung von Postings, Gestaltungsvariationen und Inhalten bewerten, um stete Verbesserungen zu erzielen.

Creators verfügen außerdem über eine kostenfreie Newsletter-Funktion (Aufruf über die Funktion „Artikel erstellen“ im Bereich für neue Beiträge). Es stehen umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten mit Betreff, Titel, Bild, Textformatierung, Links etc. zur Verfügung. Der Versandzeitpunkt und ein regelmäßiges Intervall können geplant werden. Interessent*innen haben die Möglichkeit, Ihren Newsletter über LinkedIn zu abonnieren und erhalten ihn dann per E-Mail zugesandt.

So gewinnen Sie Follower als LinkedIn-Influencer

Basis des Erfolgs sind interessant aufbereitete Geschichten und attraktiv gestaltete Beiträge, die zu Interaktionen (Likes, Kommentare, Shares) einladen. Achten Sie dabei nicht nur auf eigene Veröffentlichungen, sondern werden Sie auch bei LinkedIn-Unternehmensseiten und anderen Followern aktiv, indem Sie deren Beiträge liken und dort Kommentare mit Mehrwert veröffentlichen. Diese Aktivitäten fördern die Sichtbarkeit Ihres Profils und Ihrer Beiträge bei neuen Zielgruppen.

Als technische Unterstützung zur Erweiterung der Community bietet der Creator Modus einen „Follow me“-Link bzw. entsprechenden Button an (verfügbar in den Creator-Tools unter „Link folgen“). Diese Verknüpfung kann auf externen Quellen (Website, E-Mail-Signatur, QR-Code) platziert werden und ermöglicht potenziellen Interessent*innen, Ihr LinkedIn-Profil mit nur einem Klick zu abonnieren.

Ausprobieren ohne Risiko

Business-Influencer zu sein, klingt für Sie spannend? Aber Sie sind nicht sicher, ob Ihnen das wirklich gelingt oder ob Sie über einen längeren Zeitraum derart aktiv sein wollen? Kein Problem, probieren Sie es einfach aus! Den Creator Modus können Sie jederzeit deaktivieren. Dann erhalten Sie wieder Ihr gewohntes persönliches LinkedIn-Profil zurück, das ausschließlich Verbindungen zu den von Ihnen selbst ausgewählten Geschäftskontakten enthält.

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Verfasst von

Ing. Anton Kutscherauer

Digital Development Expert und Online Marketing Manager