Warum lohnt sich dieser Kurs?
Das Arbeitszeitrecht wirft viele Fragen auf: Sind Überstunden bei Teilzeit zuschlagspflichtig? Was ist aus arbeitsrechtlicher Sicht bei Dienstreisen und Ruhezeiten zu beachten? Welche Ausnahmen gelten für leitende Angestellte? Klären Sie diese und noch mehr Praxisfragen und wissen Sie, wie mit OGH-Urteilen zur Arbeitszeit umzugehen ist.Kursüberblick
Das Arbeitszeitrecht (AZG) ist wohl eines der wichtigsten und oftmals schwierigsten Themen für Personalist*innen und Entscheidungsträger in Unternehmen. Was zählt als Arbeitszeit – Wegzeiten, Umkleiden, Pausen, Weiterbildung? Wann sind Überstunden zuschlagspflichtig, auch bei Gleitzeit oder Teilzeit? Wie setzen Sie neue OGH-Urteile richtig um und vermeiden teure Fehler bei Zeiterfassung, Pauschalen oder Betriebsratszeiten? Klären Sie im Seminar Zweifelsfragen, die im Alltag Zeit und Geld kosten.Kursinhalte
Arbeitszeitdefinition und Abgrenzung- Was gilt alles als Arbeitszeit (inkl. Dienstreisebewegungszeiten, Weiterbildungen) und was nicht?
- Umgang mit Wegzeiten, Umkleidezeiten, Pausen: Freizeit oder Arbeitszeit?
- Folgerisiken der Zeiterfassungsjudikatur identifizieren und minimieren
- Normale Arbeitszeit und Betriebsratszeiten festlegen; Betriebsratszeiten ggf. nur als Entgeltfortzahlung
- Einteilungsänderungen umsetzen; Bedeutung der Beachtung von Betriebsratsrechten
- Gleitzeitperiode, Kernzeiten, Gleittage, Gleitzeitrahmen definieren
- Neues erweitertes Gleiten laut OGH prüfen; fiktive Normalarbeitszeit berechnen
- Zusatzvereinbarungen gestalten; Übertragbarkeitssalden und Kappungsklauseln berücksichtigen
- Spezielle Fälle: All-in-Verträge, Schwangerschaft, Zuschlagspflicht im Gleitzeitrahmen
- Definition von Überstunden für Voll- und Teilzeit; Teilzeitmehrstunden und Teilzeit-All-in beachten
- Umgang mit hohen Überstunden: geschützte Verweigerbarkeit, Zeitausgleiche, Pauschalierungsvereinbarungen prüfen
- Neue Tages- und Einzelwochenhöchstgrenzen beachten
- Umsetzung der durchschnittlichen 48-Stunden-Gesamtgrenze prüfen
- Wochenend- und Feiertagsruhe, persönlicher Feiertag und betriebliche Ausnahmen berücksichtigen
- Arbeitszeitrechtliche Behandlung von Rufbereitschaften
- Kostenrisiken durch Ersatzruhe neben Überstundenbezahlung analysieren
- Materielle Strafbarkeitseckpunkte, Strafrahmen und das doppelte Kumulationsprinzip kennen
- Risiken bei arbeitszeitbezogenem Lohndumping prüfen
- Ausnahme leitender Angestellter: erforderliche Autonomie der Arbeitszeit, was zulässig ist
Zielgruppe
- Geschäftsführer, Unternehmer
- Manager, Führungskräfte
- Personalleiter & Personalsachbearbeiter
- Betriebsräte
- Referenten von Interessenvertretungen
- Rechtsanwälte, Rechtsanwaltsanwärter
