Warum lohnt sich dieser Kurs?
Cyberangriffe, Systemausfälle, Compliance-Verstöße oder ESG-Krisen: Operationelle und Reputationsrisiken können jedes Unternehmen treffen – oft unerwartet. Wer heute resilient agieren will, braucht fundierte Methoden zur Identifikation, Bewertung und Steuerung nicht-finanzieller Risiken.Kursüberblick
Operationelle Risiken und Reputationsrisiken zählen längst zu den zentralen Herausforderungen eines modernen Risikomanagements. Von IT-Ausfällen über interne Kontrolllücken bis zu medialen Krisen: Nicht-finanzielle Risiken wirken direkt auf Wertschöpfung, Entscheidungsprozesse und Unternehmensimage – und sind zunehmend im Fokus von Aufsicht, Stakeholdern und Öffentlichkeit.Das Seminar vermittelt, wie diese Risiken systematisch analysiert, bewertet und gesteuert werden. Auf Basis der Definitionen nach Basel III lernen Sie, Eventkategorien wie Betrug, Compliance-Verstöße oder Drittparteirisiken einzuordnen und deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial realistisch zu erfassen.
Ein besonderer Fokus liegt auf Reputationsrisiken: Sie sind schwer messbar, wirken jedoch oft am stärksten. Sie erfahren, wie sich mediale, ESG- oder Stakeholder-bedingte Risiken frühzeitig erkennen lassen und welche Kommunikations- und Krisenstrategien notwendig sind, um Schäden zu minimieren.
Zentrale Instrumente wie Risikoinventar, Risikoappetit, Risikotoleranz oder Key Risk Indicators (KRI) werden ebenso behandelt wie die Anbindung an das Interne Kontrollsystem (IKS) und die Rolle von Frühwarnsystemen. Praxisbeispiele, Schadensfälle und branchenspezifische Perspektiven (z. B. Finanz, Industrie, Handel) sorgen für hohe Relevanz und Transfernutzen.
Kursinhalte
Operationelle Risiken und Reputationsrisiken – Begriffsabgrenzung- Definition nach Basel III (Risikomanagement-Norm)
- Abgrenzung zu finanziellen und strategischen Risiken
- Charakteristika nicht-finanzieller Risiken
- Warum sind Reputationsrisiken schwer messbar?
- Eventkategorien nach Basel III (z. B. Betrug, IT-Ausfälle)
- Taxonomie von Reputationsrisiken (Medien, Stakeholder, ESG)
- Risikoattribute: Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe
- Zusammenhang von Ursache und Reputationswirkung
- Risikoinventar und Risikoassessment
- Risikoappetit und Risikotoleranz im Management
- Präventions- und Minderungsmaßnahmen
- Krisen- und Kommunikationspläne bei Reputationsschäden
- Key Risk Indicators (KRI) zur Risikoüberwachung
- Qualitative und quantitative Messansätze
- Frühwarnsysteme und Schwellenwerte
- Grenzen der Messbarkeit von Reputationsrisiken
- Rolle des Internen Kontrollsystems (IKS)
- Kontrollen zur Reduktion operationeller Risiken
- Schnittstellen zwischen IKS und Risikomanagement
- Wie unterstützt das IKS reputationsrelevante Entscheidungen?
- Branchenabhängige Risikoprofile (z. B. Finanz, Industrie, Handel)
- Risiken im operativen Entscheidungsprozess
- Eskalations- und Reportingwege im Unternehmen
- Praxisbeispiele aus realen Schadensfällen
Bestandteil von
Zielgruppe
- Risikomanager
- Geschäftsführer
- Berater
- Führungskräfte mit operativer Leitungsverantwortung
