Warum lohnt sich dieser Kurs?
Wer eine Pensionszusage erteilt, trifft eine Entscheidung fürs nächste Jahrzehnt. Von der rechtssicheren Errichtung bis zur Pensionsrückstellung nach § 14 EStG: Das Seminar ordnet Geschäftsführer-Pension und Überversorgung in den rechtlichen und steuerlichen Zusammenhang ein.Kursüberblick
Eine Pensionszusage begleitet ein Unternehmen über Jahrzehnte – rechtlich und steuerlich anspruchsvoll, mit mehreren betroffenen Rechtsgebieten. Rechtliche Basis ist die direkte Leistungszusage nach dem Betriebspensionsgesetz (BPG). Das Unternehmen verspricht die Leistung selbst – anders als bei einer Pensionskasse oder betrieblichen Kollektivversicherung.Bei der Errichtung geht es um wichtige Entscheidungen: Wer ist begünstigt, wie hoch fallen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistung aus, und wie wird die Unverfallbarkeit der Anwartschaft abgesichert? Das gilt für Arbeitnehmer*innen genauso wie für Führungskräfte. Eine besondere Rolle spielen Gesellschafter-Geschäftsführer*innen: Ihre Pension muss dem Fremdvergleich standhalten. Ist sie unangemessen hoch, drohen Steuerfolgen bis hin zur verdeckten Gewinnausschüttung.
Steuerlich zählt vor allem § 14 Einkommensteuergesetz (EStG): Es regelt die Bildung der Pensionsrückstellung, inklusive der 80-%-Grenze.
Bestehende Zusagen bleiben nicht statisch. Änderungen, Überversorgung und Deckungslücken tauchen im Lebenszyklus einer Pensionszusage immer wieder auf. Der Kurs begleitet genau diesen Weg – von der Errichtung bis zur laufenden Wartung.
Kursinhalte
1. Pensionszusage: Begriff, Rechtsgrundlage und Einordnung- Direkte Leistungszusage nach dem Betriebspensionsgesetz (BPG)
- Pensionszusage, Geschäftsführer-Pensionszusage und Firmenpension
- Abgrenzung zu Pensionskasse und betrieblicher Kollektivversicherung
- Arbeitgeber als unmittelbarer Schuldner der zugesagten Leistung
- Zusammenspiel von Arbeits-, Steuer- und Sozialversicherungsrecht
- Praxisfrage: Welche Rechtsgebiete sind bei einer Pensionszusage betroffen?
- Rechtsgrundlage und formale Anforderungen an die Pensionsvereinbarung
- Begünstigte sowie Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen
- Festlegung von Pensionsalter, Leistungshöhe und Valorisierung
- Unverfallbarkeit von Anwartschaften und typische Gestaltungsfehler
- Praxisfrage: Was ist vor Unterzeichnung einer Pensionszusage zu klären?
- Besonderheiten bei wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführern
- Angemessenheit und Fremdüblichkeit der zugesagten Pension
- Fremdvergleich: Vergleich mit einem fremden Geschäftsführer
- Verhältnis von Aktivbezug und zugesagter Altersversorgung
- Schnittstellen zum Steuer- und Sozialversicherungsrecht
- Voraussetzungen für Pensionsrückstellungen nach § 14 Einkommensteuergesetz (EStG)
- Steuerliche Anforderungen an Pensionszusage und Aktivbezug
- 80-%-Grenze und Angemessenheit der Gesamtversorgung
- Bildung und Entwicklung der steuerlichen Pensionsrückstellung
- Verhältnis von Leistungsversprechen, Rückstellung und Rückdeckung
- Steuerliche Auswirkungen bei Änderungen bestehender Pensionszusagen
- Steuerfolgen unangemessener Gestaltungen bei Gesellschafter-Geschäftsführern
- Überversorgung und steuerliche Beurteilung bestehender Zusagen
- Verdacht auf verdeckte Gewinnausschüttung bei unangemessenen Zusagen
- Prüfung und Anpassung kritischer Gestaltungen in der Praxis
- Praxisfrage: Was ist bei Überversorgung oder verdeckter Gewinnausschüttung zu tun?
Zielgruppe
- Steuerberater
- Bilanzbuchhalter und Mitarbeiter im Rechnungswesen
- Wirtschaftsprüfer
- Lohnverrechner bzw. Payroll-Verantwortliche
- Personalverantwortliche, insbesondere mit Aufgaben in der betrieblichen Altersvorsorge
- Unternehmensberater, die Unternehmen bei Vergütung, Nachfolge oder Gestaltung beraten
