Warum lohnt sich dieser Kurs?
Im geförderten Wohnbau gelten eigene Spielregeln für die Mietzinsbildung. Unterschiedliche Förderungen, historische Gesetzesfassungen und Sonderregelungen führen dazu, dass der zulässige Mietzins oft nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Dieses Seminar zeigt, welche Regelungen tatsächlich greifen und wie der Mietzins korrekt ermittelt wird.Kursüberblick
In Gebäuden, die ab dem Jahr 1945 errichtet wurden, sind Wohnbauförderungen maßgeblich. Gerade in Wien ist ein großer Teil des Bestands von solchen Förderungen betroffen, wodurch sich in der Praxis regelmäßig besondere mietzinsrechtliche Fragestellungen ergeben. Die korrekte Mietzinsbildung stellt Vermieter*innen und Hausverwalter*innen dabei vor komplexe Herausforderungen. Unterschiedliche Fördermodelle, historische Gesetzesfassungen und gesetzliche Sonderregelungen führen dazu, dass in vielen Fällen nicht der freie Mietzins zur Anwendung kommt.Die ARS Akademie zeigt in diesem Seminar, in welchen oft wenig bekannten, aber in der Praxis sehr häufigen, Konstellationen ein anderer als der freie Mietzins maßgeblich ist. Im Fokus steht die Frage, welcher Mietzins tatsächlich zulässig ist und wie Förderungen die Mietzinsbildung konkret beeinflussen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der praktischen Anwendung: Wann greifen Regelungen des Wohnhaus-Wiederaufbaugesetzes oder der unterschiedlichen Wohnbauförderungsgesetze? Welche Unterschiede ergeben sich je nach Gesetzesfassung? Und wie verändert sich die Mietzinsbildung nach Ablauf von Förderungen oder bei Inanspruchnahme von Rückzahlungsbegünstigungen?
Auch im Vollanwendungsbereich des MRG, etwa beim Richtwertmietzins, können Förderungen zusätzliche Potenziale eröffnen. Sie erfahren, wie diese erkannt und rechtssicher genutzt werden können, insbesondere im Zusammenhang mit Förderungen durch den Wohnhaus-Wiederaufbaufonds und die Wohnbauförderung. Darüber hinaus wird die Abgrenzung zwischen WGG und MRG sowie die Ermittlung von kostendeckendem und angemessenem Entgelt praxisnah erläutert. Anhand konkreter Beispiele gewinnen Sie Sicherheit bei der Beurteilung und Berechnung von Mietzinsen im geförderten Wohnbau. So sind Sie in der Lage, Mietzinse korrekt einzuordnen, rechtssicher zu argumentieren und bestehende Gestaltungsspielräume in der Praxis gezielt zu nutzen.
Kursinhalte
Wohnhaus-Wiederaufbaugesetz (WWG)- Hinweise auf die Förderungsart
- Unterschiede in den einzelnen Gesetzesfassungen (WWG 1948 idF 1950, 1952, 1954 und 1967) – was gilt als gefördert?
- Mietzinsbildung nach Ablauf der Förderung ohne begünstigte Rückzahlung
- Unterschiede in der Mietzinsbildung bei Rückzahlung der Förderung unter Inanspruchnahme des Rückzahlungsbegünstigungsgesetzes RBG 1971 oder 1987
- Hinweise auf die Förderungsart
- Unterschiedliche Mietzinsbildung je nach Wohnbauförderungsgesetz (WFG 1954, 1968 und 1984)
- Mietzinsbildung nach Ablauf der Förderung
- Förderungsarten
- Mietzinsbildung während aufrechter Förderung
- Mietzinsbildung nach Ablauf der Förderung
- WGG vs. MRG
- Wohnbauförderung
- Kostendeckendes Entgelt (§§ 13, 14, 14d, 16 WGG) – Praxisbeispiel zur Berechnung
- Grundmiete
- Angemessenes Entgelt (§ 13 Abs 5 und 6 WGG)
- Mietzinsbildung nach Verkauf der Wohnung
Zielgruppe
- Hausverwalter*innen und Immobilienmakler*innen
- Bauträger und Projektentwickler und deren Mitarbeitende
- Mitarbeitende gemeinnütziger Bauvereinigungen
- Mitarbeitende in Banken und Finanzierungsabteilungen
- Mitarbeitende in Mieter- und Konsumentenberatungsorganisationen
- Architekt*innen, Baumeister*innen
- Rechtsanwält*innen und Rechtsanwaltsanwärter*innen, Notar*innen und Notariatskandidat*innen
- Wirtschaftstreuhänder*innen, Steuerberater*innen
- Immobiliensachverständige
- Vermögens- und Unternehmensberater*innen, Anlageberater*innen, Investor*innen und deren Berater*innen
- Haus- und Wohnungseigentümer*innen
