Warum lohnt sich dieser Kurs?
Das Verhandlungsverfahren im Vergaberecht eröffnet große Spielräume für Gestaltung und Wettbewerb – birgt aber auch rechtliche Risiken und Unsicherheiten. Wer Zuschlagskriterien sauber anwenden, Verhandlungen korrekt führen und Fallstricke bei der Bekanntmachung vermeiden will, braucht fundiertes Wissen.Kursüberblick
Das Verhandlungsverfahren zählt zu den strategisch flexibelsten Vergabeverfahren – vorausgesetzt, die rechtlichen Rahmenbedingungen sind bekannt und werden korrekt angewendet. Dieses Seminar vermittelt die wesentlichen Grundlagen, die für eine rechtskonforme Durchführung entscheidend sind: Von der Auswahl geeigneter Verfahren über die korrekte Strukturierung der Verfahrensstufen bis hin zur sicheren Bewertung und Verhandlung von Angeboten.Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung: Wann darf verhandelt werden – und in welchem Umfang? Welche Fehlerquellen führen typischerweise zu Nachprüfungsverfahren? Wie lassen sich Vergabedokumente und Zuschlagskriterien rechtssicher gestalten?
Auch Sonderfälle wie das Verhandlungsverfahren ohne Bekanntmachung werden behandelt – mitsamt ihren engen Anwendungsgrenzen und typischen Risiken. Ergänzt durch praxisnahe Fallbeispiele, hilft dieser Kurs dabei, Verhandlungsverfahren zielsicher, rechtssicher und effizient durchzuführen.
Kursinhalte
Grundlagen und rechtlicher Rahmen des Verhandlungsverfahrens- Regelung des Verhandlungsverfahrens
- Die Anwendung setzt gesetzlich definierte Tatbestände voraus
- Das Verfahren ermöglicht flexible Angebotsgestaltung
- Die Wahl des Verfahrens beeinflusst Rechtssicherheit und Wettbewerb
- Die 1. Stufe umfasst Teilnahmeantrag und Eignungsprüfung
- Die 2. Stufe regelt Angebotslegung und Verhandlungsphasen
- Die Verfahrensunterlagen definieren Mindestanforderungen
- Der Ablauf folgt formalen Fristen und Dokumentationspflichten
- Zuschlag auf das Erstangebot oder Pflicht zu Verhandlungen?
- Die Angebotsbewertung folgt festgelegten Zuschlagskriterien
- Fehler können zu Nachprüfungsrisiken führen
- Die Anwendung ist nur bei engen gesetzlichen Ausnahmen zulässig
- Die Voraussetzungen sind restriktiv auszulegen
Zielgruppe
- Öffentliche Auftraggeber und Auftragnehmer
- Mitarbeiter in Rechts-/Einkaufs-/Vertriebsabteilungen
- Jurist:innen, Rechtsanwälte, Rechtsanwaltsanwärter
- Sonstige mit Vergaberecht befasste Personen, auch wenn nur geringe Vorkenntnisse im Vergaberecht gegeben sind
