Kursüberblick
Korruptionsrisiken entstehen im Unternehmensalltag oft lange bevor ein strafrechtlich relevanter Fall vorliegt. Der Workshop zeigt, wie Unternehmen Red Flags, Interessenkonflikte, sachwidrige Einflussnahme und Risiken bei Geschäftspartnern frühzeitig erkennen und wirksam steuern. Sie analysieren typische Situationen aus Einkauf, Recruiting, Bonifikation, Geschenken, Einladungen und Third-Party-Beziehungen. Praxisfälle veranschaulichen, wie Risiken bewertet, Kontrollen sinnvoll gestaltet und Verdachtsfälle strukturiert bearbeitet werden. Internationale Anti-Bribery-Regeln und das österreichische Korruptionsstrafrecht bilden den rechtlichen Rahmen. Im Mittelpunkt stehen jedoch praktikable Compliance-Prozesse, die Entscheidungen nachvollziehbarer machen und Haftungs-, Reputations- sowie wirtschaftliche Risiken reduzieren.Kursinhalte
Wo entstehen Korruptionsrisiken im Unternehmensalltag?- Red Flags zeigen sachwidrige Einflussnahme und mögliche Kickbacks
- Interessenkonflikte beeinflussen objektive Unternehmensentscheidungen
- Favoritismus und persönliche Beziehungen verzerren Auswahlprozesse
- Geschenke und Einladungen erfordern nachvollziehbare Kriterien
- Spesen und Unternehmensressourcen erfordern wirksame Kontrollen
- Einkauf und Auftragsvergabe erfordern objektive Auswahlkriterien
- Recruiting und Beförderung erfordern transparente Entscheidungen
- Entlohnung und Bonifikation erfordern belastbare Leistungskriterien
- Langjährige Geschäftsbeziehungen können Kontrollrisiken verstärken
- Unabhängige Kontrollen reduzieren Betriebsblindheit und Sonderrechte
- Risikobewertungen erfassen tatsächliche Gefährdungen im Unternehmen
- Red-Flag-Analysen unterstützen die strukturierte Risikoeinschätzung
- Geschäftszweck und Angemessenheit bestimmen die Risikobewertung
- Dokumentation macht Entscheidungen und Kontrollen nachvollziehbar
- Policies regeln Rollen, Genehmigungen und Kontrollprozesse
- Business Partner Due Diligence prüft externe Korruptionsrisiken
- Interessenkonflikt-Prozesse regeln Offenlegung und Unabhängigkeit
- Gifts & Hospitality-Prozesse schaffen nachvollziehbare Entscheidungen
- Speak-up-Prozesse unterstützen die frühzeitige Risikoerkennung
- Korruptionsstrafrecht und VbVG regeln Unternehmensrisiken in Österreich
- FCPA und UK Bribery Act erfassen internationale Anti-Bribery-Risiken
- OECD Anti-Bribery Standards prägen Compliance-Anforderungen
- Extraterritoriale Regeln betreffen internationale Geschäftstätigkeit
- Third Parties erhöhen Haftungs- und Compliance-Risiken
- Sachgerechte Entscheidungen verbessern Ressourcenallokation
- Objektive Beschaffung stärkt Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit
- Leistungsorientierte Entscheidungen fördern Produktivität
- Präventionsmaßnahmen reduzieren Ineffizienzen und Fehlentscheidungen
- Der Praxisfall umfasst Meldung, Bewertung und Untersuchung
- Managemententscheidungen regeln Konsequenzen und Remediation
- Compliance, Legal, HR, Einkauf und Audit koordinieren Maßnahmen
- Live-Abstimmungen und Red-Flag-Übungen vertiefen Handlungsoptionen
Zielgruppe
- Compliance Officer
- Interne Revision
- Rechtsanwält:innen & Jurist:innen
- Geschäftsführer:innen
- Personalleiter:innen
