Warum lohnt sich dieser Kurs?
Zwischen Zwischenwand, Balkon, Klimagerät und Widmungsänderung entstehen in der Praxis regelmäßig Konflikte. Dieses Seminar zeigt, wann bauliche Änderungen durch Mieter*innen oder Wohnungseigentümer*innen zulässig sind, wann Zustimmung erforderlich ist und wie typische Streitfälle rechtlich richtig eingeordnet und gelöst werden.Kursüberblick
Eigennützige bauliche Änderungen werfen in der Praxis vor allem eine zentrale Frage auf: Welche Maßnahme ist rechtlich zulässig und welche Folgen hat ein falsches Vorgehen? Genau hier entstehen Unsicherheiten, die schnell zu Rückbauverpflichtungen, Kostenersatzansprüchen oder langwierigen Streitigkeiten führen.Die ARS Akademie vermittelt eine strukturierte Entscheidungsgrundlage für den Umgang mit baulichen Änderungen im Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Sie lernen, wie Änderungen rechtlich einzuordnen sind, welche Unterschiede zwischen MRG, WGG und WEG bestehen und wann eine Maßnahme als wesentlich oder unwesentlich gilt. Besonderes Augenmerk liegt auf der korrekten Anwendung von Anzeigepflichten, Zustimmungserfordernissen und Zustimmungsfiktionen sowie auf den Rechten und Handlungsmöglichkeiten der jeweils betroffenen Parteien.
Anhand typischer Praxisfälle wird aufgezeigt, wie Vermieter*innen, Hausverwaltungen und Wohnungseigentümer*innen rechtssicher reagieren können, etwa bei nachträglichen Umbauten, Widmungsänderungen oder der Nutzung allgemeiner Teile der Liegenschaft. Auch die Folgen unzulässiger Maßnahmen, wie Rückbau, Investitionsersatz oder Schadenersatz, werden klar eingeordnet. So gewinnen Sie Sicherheit im Umgang mit baulichen Veränderungen, vermeiden kostenintensive Fehlentscheidungen und können Konflikte frühzeitig rechtlich fundiert steuern.
Kursinhalte
Veränderungen durch Mieter*innen – welche Rechte und Pflichten gelten?- Wesentliche vs. unwesentliche Änderungen im Mietrecht (MRG, WGG)
- Voll-, Teil- und Nichtanwendung des Mietrechtsgesetzes (MRG)
- Anzeigepflicht des Mieters und Zustimmungsfiktion korrekt anwenden
- Gegenmaßnahmen des Vermieters, Rückbau und Investitionsersatz
- Typische Konflikte bei Zwischenwänden, Sanitär, Fenstern, SAT, Markisen
- Wesentliche vs. unwesentliche Änderungen nach Wohnungseigentumsgesetz (WEG)
- Voraussetzungen für Änderungen durch Wohnungseigentümer*innen
- Verfügung oder Verständigung mit Zustimmungsfiktion – wann gilt was?
- Allgemeine Teile der Liegenschaft rechtssicher in Anspruch nehmen
- Typische Konfliktpunkte und aktuelle Judikatur aus der Verwaltungspraxis
- Widmungsänderungen und Kurzzeitvermietung (z. B. über AirBnB)
- Balkone, Wintergärten, Beschattungen rechtlich korrekt errichten
- Pools, Gartenhütten und energetische Änderungen rechtssicher umsetzen
- Zwischenwände versetzen – baurechtliche und eigentumsrechtliche Folgen
Zielgruppe
- Hausverwalter*innen und deren Mitarbeiter*innen
- Gemeinnützige Bauvereinigungen
- Vermieter*innen von Bestandsobjekten
- Wohnungseigentümer*innen, Mieter*innen
- Rechtsanwält*innen und Rechtsanwaltsanwärter*innen
- Jurist*innen in Rechtsabteilungen
- Mitarbeiter*innen von Mieterschutzorganisationen
- In der Beratung tätige Personen: VKI, AK u. a.
