Warum lohnt sich dieser Kurs?
Bremst der Denkmalschutz Bauvorhaben aus oder eröffnet er ungeahnte Chancen? Das Seminar ordnet die Systematik des Denkmalschutzgesetzes ein, zeigt Handlungsspielräume bei Haftung und Sicherheitsrisiken auf und beantwortet im offenen Austausch konkrete Anliegen zu Förderung und Sanierung.Kursüberblick
In Österreich stehen rund 39.000 unbewegliche Baudenkmale – Bauwerke und Ensembles – unter dem Schutz des Bundesdenkmalamts. Ausgangspunkt ist die Systematik des Denkmalschutzgesetzes (DMSG): Wie wird Denkmalbedeutung beurteilt, was verlangt die Erhaltungspflicht, und wo lässt sich zwischen Bewahrung und notwendigen Veränderungen abwägen?Ein eigener Block widmet sich Sicherheits- und Haftungsrisiken: Technische Gebäudeausrüstung, Risikoakzeptanzschwellen und das STOP-Prinzip liefern den Rahmen, konkrete Praxisbeispiele zu Handlauf und Brandabschnittsbildung die Substanz. Die Sonderbestimmung des § 4a DMSG zur Eigenverantwortung zeigt, welche Freiräume dabei tatsächlich bestehen.
Bauen im denkmalgeschützten Bestand bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Bewahren, Weiterentwickeln und wirtschaftlicher Machbarkeit. Gerade darin liegen jedoch besondere Chancen für qualitätsvolle und nachhaltige Lösungen: Bestände erfassen, Schäden analysieren, Potenziale und Nutzungsmöglichkeiten für Baudenkmale gezielt entwickeln.
Impulsvorträge aus Planung, Ausführung und Denkmalpflege bilden die Grundlage, eine offene Diskussionsrunde im Anschluss beantwortet konkrete Fragen aus der Praxis.
Kursinhalte
Denkmalschutzgesetz (DMSG): Welche Veränderungen sind zulässig?- Denkmalbedeutung beurteilen und Anforderungen verstehen
- Erhaltungspflicht erfüllen und Vorgaben berücksichtigen
- Veränderungen prüfen und Eingriffe rechtskonform umsetzen
- Öffentliche und private Interessen gegeneinander abwägen
- Handlungsspielräume bei Baudenkmalen nutzen
- Risiken bei Gebäuden und Technischer Gebäudeausrüstung (TGA) bewerten
- Risikoakzeptanzschwellen anhand gesetzlicher Vorgaben festlegen
- Risiken gemäß STOP-Prinzip minimieren
- Haftungsrisiken mit objektbezogenen Strategien absichern
- Praxisbeispiele zu Handlauf und Brandabschnittsbildung analysieren
- Haftung in denkmalgeschützten Gebäuden vermeiden
- Eigenverantwortung nach § 4a DMSG berücksichtigen
- Aufklärung fördern und Sanktionen vermeiden
- Informationen vermitteln und Bewusstsein schaffen
- Rechtsprechung anhand von Praxisbeispielen einordnen
- Bestände erfassen und Entscheidungsgrundlagen schaffen
- Schäden analysieren und Maßnahmen ableiten
- Projektsteuerung und Kommunikation zielgerichtet umsetzen
- Potenziale erkennen und Nutzungsmöglichkeiten entwickeln
- Erfahrungen mit denkmalgeschützten Gebäuden austauschen
- Sonderimmobilien im Bestand anhand von Beispielen betrachten
- Herausforderungen im Arbeitsalltag analysieren
- Lösungswege anhand von Praxisfällen diskutieren
- Konkrete Fragestellungen mit Expert*innen erörtern
Zielgruppe
- Gemeinnützige Bauvereinigungen
- Eigentümer*innen von denkmalgeschützten Gebäuden
- Hausverwalter*innen
- Planer*innen, Projektentwickler*innen
- Sachverständige
- Gemeinden, Baubehörden
- Banken
- Ausführende, Professionist*innen
- Gebäudesichtprüfer*innen gem. ON B 1300 / 1301
Referenten
Wichtige Informationen
- iZm: Hauptverband der allgem. beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Ö., Landesverband W, NÖ, Bgld. –10 % Ermäßigung für Mitglieder aller Landesverbände des Hauptverbandes
- Anrechenbar zur Rezertifizierung für Objektsicherheitsprüfer gem. ÖNORM B 1300 bzw. ÖNORM B 1301
