Warum lohnt sich dieser Kurs?
Die Denkmalschutz-Novelle 2024 rückt Eigenverantwortung und Haftungsfragen stärker in den Fokus. Wie lassen sich Gebäuderisiken erkennen, dokumentieren und mit vertretbaren Maßnahmen reduzieren? Dieses Seminar zeigt, welche Rolle Risikoanalysen, Schutzpflichten und wirtschaftliche Abwägungen in der Praxis spielen.Kursüberblick
Denkmalgeschützte Bauwerke sind zweifellos Juwelen, deren Werte häufig nicht spürbar sind. Eigentümer*innen, Sachverständige und das Denkmalamt können dazu beitragen, dass Veränderungen - im Spannungsfeld sich wandelnder Nutzungs- und Umfeldbedingungen - möglich sind. Die Energieaspekte spielen dabei eine wichtige Rolle. Sanierungen sollten Denkmäler aber auch erhaltbar machen. Neben der Verminderung der Bodenversiegelung ist das Bewusstsein des Besitzes an denkmalgeschützten Gebäuden ein Wert für Eigentümer*innen und Nutzer*innen. Unsere hochkarätige „Denkmalrunde“ gibt Tipps aus der Praxis zur erfolgreichen Planung, zum Risikomanagement, zur Hilfestellung des Denkmalamtes, zur Haftungsvermeidung, den Förderungs- und Mietzinschancen sowie zu ihrem richtigen Umgang als Eigentümervertreter. Aus den Erfahrungswerten der Vortragenden werden sachverständige Wege aufgezeigt, wie aus dem Gefühl des Ballastes ein Interesse am Erhalt, den effektiven Plaungs-, Veränderungs- und Verwertungsmöglichkeit entstehen kann. Im Anschluss an die Vorträge geben die Referenten geschlossen den Teilnehmer*innen in einer Diskussionsrunde Antworten auf konkrete Fragestellungen.Kursinhalte
Denkmalschutzgesetz (DMSG): Welche Veränderungen sind zulässig?- Denkmalbedeutung beurteilen und Anforderungen verstehen
- Erhaltungspflicht erfüllen und Vorgaben berücksichtigen
- Veränderungen prüfen und Eingriffe rechtskonform umsetzen
- Öffentliche und private Interessen gegeneinander abwägen
- Handlungsspielräume bei Baudenkmalen nutzen
- Risiken bei Gebäuden und Technischer Gebäudeausrüstung (TGA) bewerten
- Risikoakzeptanzschwellen anhand gesetzlicher Vorgaben festlegen
- Risiken gemäß STOP-Prinzip minimieren
- Haftungsrisiken mit objektbezogenen Strategien absichern
- Praxisbeispiele zu Handlauf und Brandabschnittsbildung analysieren
- Haftung in denkmalgeschützten Gebäuden vermeiden
- Eigenverantwortung nach § 4a DMSG berücksichtigen
- Aufklärung fördern und Sanktionen vermeiden
- Informationen vermitteln und Bewusstsein schaffen
- Rechtsprechung anhand von Praxisbeispielen einordnen
- Bestände erfassen und Entscheidungsgrundlagen schaffen
- Schäden analysieren und Maßnahmen ableiten
- Projektsteuerung und Kommunikation zielgerichtet umsetzen
- Potenziale erkennen und Nutzungsmöglichkeiten entwickeln
- Erfahrungen mit denkmalgeschützten Gebäuden austauschen
- Sonderimmobilien im Bestand anhand von Beispielen betrachten
- Herausforderungen im Arbeitsalltag analysieren
- Lösungswege anhand von Praxisfällen diskutieren
- Konkrete Fragestellungen mit Expert*innen erörtern
Zielgruppe
- Gemeinnützige Bauvereinigungen
- Eigentümer*innen von denkmalgeschützten Gebäuden
- Hausverwalter*innen
- Planer*innen, Projektentwickler*innen
- Gemeinden, Baubehörden
- Banken
- Ausführende, Professionisten
- Gebäudesichtprüfer gem. ON B 1300 / 1301
Wichtige Informationen
- Anrechenbar zur Rezertifizierung für Objektsicherheitsprüfer gem. ÖNORM B 1300 bzw. ÖNORM B 1301