Warum lohnt sich dieser Kurs?
Unter welchen Voraussetzungen rechtfertigt der Zustand eines Gebäudes tatsächlich den Abbruch? Der neue Leitfaden vom Hauptverband der Gerichtssachverständigen, Landesverband W, NÖ und Bgld. und der ZT-Länderkammer Ost setzt dafür erstmals klare Maßstäbe zur Anwendung des § 60 Abs. 1 lit. d BO für Wien. Das Seminar zeigt, welche Kriterien Befund und Gutachten tragfähig machen.Kursüberblick
Wann ist die Instandsetzung eines Gebäudes wirtschaftlich nicht mehr vertretbar und der Abbruch die einzige technische und rechtliche Konsequenz? Der Hauptverband der Gerichtssachverständigen, Landesverband Wien, Niederösterreich und Burgenland, hat gemeinsam mit der ZT-Länderkammer Ost erstmals einen Leitfaden zur Erstellung von Befund und Gutachten über die wirtschaftliche Abbruchreife nach § 60 Abs. 1 lit. d Bauordnung für Wien (BO Wien) veröffentlicht.Das Seminar zeigt, wie dieser Leitfaden in der Praxis anzuwenden ist. Im Zentrum stehen die Beurteilungskriterien der Wirtschaftlichkeit: Baugebrechen, Instandsetzungsaufwand und Erhaltungspflichten treffen auf Erträge und Ertragsoptimierungspotenziale – ein Themenfeld, das durch die Neufassung des § 60 Abs. 1 lit. d BO Wien an Gewicht gewonnen hat. Auch die schuldhafte Vernachlässigung der Erhaltungspflicht wird rechtlich eingeordnet.
Wer Befund und Gutachten erstellt, braucht mehr als Kriterien: Das Seminar behandelt zudem die erforderlichen Einreichunterlagen, die Qualifikation der Ersteller*innen und reflektiert das Merkblatt der Stadt Wien im Vergleich zum neuen Leitfaden der Gerichtssachverständigen und Ziviltechniker.
Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs und Erkenntnisse des Verwaltungsgerichts Wien runden das Bild ab – inklusive der wichtigen Frage, welche Ermittlungsmethode im Einzelfall vorzuziehen ist.
Kursinhalte
Leitfaden über die wirtschaftliche Abbruchreife von Gebäuden- Grundlagen, aktuelle Bestimmungen gemäß § 60 Abs. 1 lit. d. BO Wien
- Besprechung der einschlägigen Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs und Erkenntnisse des Verwaltungsgerichts Wien
- Baugebrechen/Bauauftrag zur Instandsetzung i. S. d. § 129 BO Wien
- Rechtsfrage der schuldhaften Vernachlässigung der Erhaltungspflicht
- Aufwendungen zur Instandsetzung
- Erzielbare Erträge – Ertragsoptimierungspotentiale
- Öffentliche Förderungen
- Rücklagen (Mietzinsreserve)
- Baubehördlicher Konsens
- Aufstellung der erforderlichen Unterlagen
- Anforderungen gemäß Merkblatt der Stadt Wien
- Qualifikation der Ersteller
- Qualität der Planunterlagen
- Methodik gemäß dem Merkblatt der Stadt Wien
- Methoden im Sinne der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs
- Kostenkriterien, Ertragskriterien
- Welchen Methoden zur Beurteilung der wirtschaftlichen Abbruchreife ist in fachlicher Sicht der Vorzug zu geben?
- Welche Schwierigkeiten liegen im Behördenverfahren?
- Welche Verbesserungsmöglichkeiten gibt es beim Gesetzgeber?
Zielgruppe
- Sachverständige für Bauwesen
- Sachverständige für Immobilien
- Immobilientreuhänder*innen, Projektentwickler*innen
- Mitarbeitende in Banken und Versicherungen
- Steuerberater*innen
- Rechtsanwält*innen, Notar*innen
- Mitarbeitende öffentliche Verwaltungen und Baubehörden
- Eigentümer*innen größerer Immobilienbestände
