Warum lohnt sich dieser Kurs?
Sachverständige stehen vor einem spannenden Umbruch: Neue gesetzliche Entwicklungen und angekündigte Deregulierungen schaffen neue Aufgabengebiete – etwa im Bauverfahren oder bei Herstellererklärungen. Wer frühzeitig Bescheid weiß, ist klar im Vorteil: Fachwissen, das weiterführt, zahlt sich mehrfach aus.Kursüberblick
Es kommen aufregende Zeiten auf Sachverständige zu: Die in der Regierungserklärung versprochene Deregulierung könnte Vieles durch Sachverständigengutachten ersetzen lassen, insbesondere im Bauverfahren oder bei den Herstellererklärungen. Die Begriffe „Stand der Technik“ und „Regeln der Technik“ sollen neu definiert werden; „Bauen ohne Normen“ und „Gebäudetyp E“ könnten das Normenwesen aufwirbeln. Energieeffizienz, Nachhaltigkeit (BPV und OIB 6 & 7) sowie die Zinsstrategie der Banken stellen das Sachverständigenwesen vor neue Herausforderungen. Zudem wurden durch die Novelle zum Denkmalschutzgesetz die Verkehrssicherungspflichten in denkmalgeschützten Bauten neu geregelt.Ein Informationsvorsprung lohnt sich – bei Planung, Konstruktion, Bau und Gutachten. Jeder Baufachmann ist schließlich Sachverständiger.
Ein Gerichtssachverständiger jedoch hat noch weitreichendere Regelwerke zu kennen. Daher ist es entscheidend zu verstehen, welche Kriterien Gerichte und Behörden bei der Auswahl von Sachverständigen anlegen – und wie Sie die Rolle eines gerichtlich beeideten Sachverständigen künftig erfolgreich ausfüllen können.
Zusätzlich beantworten wir die Frage, wie man gerichtlich beeideter Sachverständiger wird, und führen Sie durch den Prozess der Zertifizierung.
Kursinhalte
Aus Warte der Gerichte- Wie wählen Gerichte ihre Sachverständigen aus?
- Die Arten der Sachverständigen: Privat-, Gerichts-, Amts- und nichtamtliche SV
- Unterschiede und Gewichtungen
- Stand der Umsetzung der Regierungserklärung
- Stand der Technik nach OGH: Pflicht zur Begründung des Gutachtens und in der Beweiswürdigung
- ÖNORMEN B 1300 & B 1301 als Gerichts - und Sachverständigenthema
- Denkmalschutzgesetz als Sachverständigenthema
- Vereinfachung der Normen und Vertragsrecht
- Fehler in Bau-, Immobilien- und Hausverwaltergutachten
- Rolle des Hauptverbandes und der Justizverwaltung
- Der Weg von der Idee bis zur Prüfung (Bedarf und Nischen)
- Bewerbung und Anforderungen: persönlich, fachlich, infrastrukturell
- Allgemeines Fach, Spezialisierungen und Einschränkungen der Zertifizierungsprüfung
- Pflichten zertifizierter Sachverständiger: Übernahme, Warnpflicht, Befangenheit
- Bestellung, Rezertifizierung und Fortbildung – welche Rolle spielt der Richter?
- Typische Fallbeispiele aus Warte eines allgemein & gerichtlich beeideten Sachverständigen
- Anforderungen bei Gericht und Prüfung von Gutachten
- Umgang mit Privatgutachten und Gegengutachten
- Berichte eines Bausachverständigen
- Auftreten und Vermittlungsfähigkeiten
- Auseinandersetzung mit Privatgutachten
- Praxisnahe Risikoeinschätzung und Haftungsfälle im Bauwesen
Zielgruppe
- Baumeister*innen, Ziviltechniker*innen und Bauingenieur*innen auf dem Weg zum Gerichtssachverständigen
- Allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige (Fortbildung, Rezertifizierung)
- Privat- und Amtssachverständige im Bauwesen
- Rechtsanwält*innen und Jurist*innen mit Schwerpunkt Bau- und Vertragsrecht
- Bauunternehmen, Bauträger, Hausverwaltungen und Versicherungen
Referenten
Wichtige Informationen
- Anrechenbar zur Rezertifizierung für Immobilienbewerter gem. Zert.-Schema P22