Warum lohnt sich dieser Kurs?
Vergabeverfahren erfordern nicht nur fundiertes BVergG-Wissen, sondern auch einen sicheren Umgang mit typischen Fehlerquellen. Bereits kleine Unklarheiten in Ausschreibungen können zu Verfahrensaufhebungen, Verzögerungen und rechtlichen Risiken führen.Kursüberblick
Öffentliche Vergabeverfahren unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben. Fehler in Ausschreibungen, unklare Kriterien oder formale Mängel können erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Umso wichtiger ist ein fundiertes Verständnis des Bundesvergabegesetzes (BVergG) und der praktischen Umsetzung im Vergabealltag.Dieses Seminar verbindet die Grundlagen des Vergaberechts mit der gezielten Analyse typischer Ausschreibungsfehler. Zunächst erhalten Sie einen strukturierten Einstieg in das BVergG – von den zentralen Grundsätzen wie Transparenz und Gleichbehandlung über die Wahl geeigneter Vergabeverfahren bis hin zur rechtssicheren Gestaltung von Leistungsbeschreibungen sowie Eignungs- und Zuschlagskriterien.
Darauf aufbauend lernen Sie, typische Fehlerquellen im gesamten Lebenszyklus einer Ausschreibung frühzeitig zu erkennen und systematisch zu vermeiden. Praxisbeispiele und aktuelle Judikatur zeigen, welche Auswirkungen fehlerhafte Fristen, unpräzise Leistungsbeschreibungen oder ungeeignete Kriterien in der Praxis haben können.
Auch die aktuellen Entwicklungen rund um die BVergG-Novelle 2026, das neue Schwellenwertregime und die EU-eForms werden praxisnah eingeordnet. So schaffen Sie eine sichere Grundlage für rechtssichere Vergabeverfahren und vermeiden kostspielige Verfahrensfehler.
Kursinhalte
Grundlagen des VergaberechtsBundesvergabegesetz (BVergG): Anwendungsbereich & Grundsätze
- Geltungsbereich des BVergG umfasst öffentliche Aufträge
- Schwellenwerte regeln Ober- und Unterschwellenbereich
- Gleichbehandlung und Transparenz binden Auftraggeber
- Offenes Verfahren ermöglicht breiten Wettbewerb
- Verhandlungsverfahren regelt komplexe Beschaffungen
- Wettbewerblicher Dialog ermöglicht innovative Lösungen
- Leistungsbeschreibung definiert Auftragsgegenstand präzise
- Eignungs- und Zuschlagskriterien sichern Bestbieterermittlung
- Bekanntmachung erfolgt elektronisch über EU-eForms
- Fristgebundene Angebotslegung bestimmt das Verfahren
- Rechtsschutzverfahren beim BVwG schützt Bieter
- BVergG-Novelle 2026 bringt zentrale Neuerungen
Lebenszyklus einer Ausschreibung: Phasen & Risiken
- Bedarfsermittlung bildet den Ausgangspunkt jeder Vergabe
- Zuschlagserteilung beendet das Vergabeverfahren
- Unklare Leistungsbeschreibung führt zum Bieterausschluss
- Fehlerhafte Eignungskriterien gefährden das Verfahren
- Fristfehler bewirken Verfahrensaufhebungen
Enthaltene Module
Zielgruppe
- Beschaffer und Mitarbeiter vergebender Stellen, die Ausschreibungen vorbereiten und durchführen
- Vergabejuristen in öffentlichen Stellen, die rechtliche Prüfungen vor und nach Zuschlag verantworten
- Leiter öffentlicher Einkaufsabteilungen, die Vergabeprozesse strategisch steuern
- Rechtsanwälte und Konzipienten, die Mandanten in Vergabeverfahren begleiten
- Unternehmensberater, die öffentliche Auftraggeber zu Vergaberechtsfragen beraten
- Projektmanager mit Beschaffungsverantwortung, die rechtskonform ausschreiben müssen
