Success-Interview: Sabine Leskowa

ARS Akademie

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Hinter jedem erfolgreichen Karriereweg steht eine ganz persönliche Geschichte. Und genau die möchten wir in unserem neuen Format „Erfolgsstories“ beleuchten! In der ersten Ausgabe haben wir mit Sabine Leskowa gesprochen. Sie arbeitet als Compliance Officer bei der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft und hat 2021 ihre offizielle Zertifizierung an der ARS Akademie absolviert.

Success Story von Sabine Leskowa

Schönen guten Tag Frau Leskowa, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen. Damit unsere Leser einen Überblick bekommen: Können Sie uns bitte kurz Ihren Werdegang skizzieren?

Guten Tag, vielen Dank für die Einladung! Ich bin jetzt seit 1. Mai 2006 in der Raiffeisen KAG beschäftigt und habe im Reporting begonnen. Da ging es um die Erstellung von Halbjahresberichten und vereinfachten Prospekten. Ab 2013 habe ich mich in der Rechtsabteilung um die Fondsregistrierung gekümmert. Als ich 2017 gefragt wurde, ob ich mich in Richtung Compliance entwickeln möchte, habe ich zugegriffen und einen shared job gemacht: ich war 50 % für die Fondsregistrierung und 50 % für Compliance zuständig. 2019 ist aus dieser geteilten Funktion eine Vollzeitaufgabe geworden. Zu Beginn waren wir in der Rechtsabteilung integriert, seit 2022 sind wir eine eigene Stabsstelle und direkt unserem CEO unterstellt.

 

War es rückblickend gesehen die richtige Entscheidung, voll in das Compliance-Thema einzusteigen und die zertifizierte Ausbildung zur Compliance Officerin an der ARS Akademie zu machen?

Absolut! Ich muss sagen, dass ich einfach ein Händchen für das Thema habe. Warum? Wenn ich eine Stichprobe ziehe, lande ich immer einen Treffer. Dieses Fehlersuchen und Fehlerfinden gefällt mir sehr gut. Meine Chefin der internen Revision hat mir daher den Spitznamen CSI Sabs (Sabs steht für Sabine) gegeben. Mir ist es wichtig, das Unternehmen, aber auch unsere Mitarbeitenden zu schützen. Außerdem möchte ich auch ein bisschen ein Vorbild sein, weil ich denke, wenn alle ein bisschen in Richtung Compliance denken geht vieles einfacher.

 

 

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Mir ist es wichtig, das Unternehmen, aber auch unsere Mitarbeitenden zu schützen.

Wie hat sich Ihr Leben jetzt verändert, seit Sie als zertifizierte Compliance Officerin komplett in die Compliance-Welt eingestiegen sind?

Es ist anstrengender geworden. (lacht) Die Regulatorik wird natürlich immer mehr. Wo früher ein Excel-File gereicht hat, sind jetzt fünf Systeme und 17 Dokumente von Nöten. Man braucht auch die Ressourcen der IT, was manchmal Wartezeiten mit sich bringt.

Welche Themen waren bei der Ausbildung zur Compliance Officerin besonders prägend für Sie?

Also ich muss ganz ehrlich sagen, die Ausbildungsmodule mit Clemens Egermann waren ein absolutes Highlight. Wie er die trockensten Juristen-Themen sowas von anschaulich rüberbringen kann, dass auch ich sie als Nicht-Juristin verstehe. Generell merkt man allen Vortragenden der Compliance-Ausbildung, allen voran Andrea Pilecky und Roman Sartor, an, dass sie sich mit Leidenschaft dem Thema Compliance verschrieben haben. Auch Doris Wohlschlägl-Aschberger bringt ihr Wissen mit so viel Charme ein und Roland Dämon von der FMA zeigt die Perspektive der Aufsicht, was auch sehr spannend ist.

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Hat sich durch die Ausbildung die Herangehensweise an Compliance-Themen verändert?

Ja, denn man bekommt ein Gesamtbild, das sich aus vielen Puzzlesteinen zusammensetzt. Nach jedem Vortrag bin ich mit mehr Verständnis für die Thematik nach Hause gegangen und konnte auch juristische Spezialfälle gut verstehen.

Konnten Sie neben der fachlichen Expertise auch noch weitere Skills erwerben?

Ja, auf alle Fälle. Ich bin fokussierter geworden, auch bei Kleinigkeiten. Ich höre besser zu und versuche die richtigen Fragen zu stellen. Aber auch meine Kommunikations-Skills haben sich verbessert. Wenn um den heißen Brei herumgesprochen wird, komme ich rasch zum Kern der Sache. Mir kann kein Kollege mehr ein x für ein u verkaufen (lacht). Generell: bei Compliance darf man das zwischenmenschliche nicht außer Acht lassen.

Warum haben Sie sich für die Austrian Standards-Zertifizierung entschieden?

Es ist wichtig, dass man sein Wissen auch extern überprüfen lässt und dadurch auch „gezwungen“ wird, regelmäßige Weiterbildungen zu machen, um die alle drei Jahre anstehende Re-Zertifizierung zu erhalten.

Nach jedem Vortrag bin ich mit mehr Verständnis für die Thematik nach Hause gegangen und konnte auch juristische Spezialfälle gut verstehen.

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Die ARS Akademie hat gemeinsam mit Andrea Pilecky und Roman Sartor ein lebendiges Compliance-Netzwerk gebildet. Nutzen Sie dieses und welche Vorteile bietet es für Sie persönlich?

Diese Vernetzung in der Community gefällt mir sehr gut. Man lernt viele neue Leute kennen, die in ganz anderen Branchen Compliance betreiben, aber mit ähnlichen Themen befasst sind. Diesen Austausch finde ich sehr wertvoll. Besonders freue ich mich auch auf die neue Compliance-Community TheBigC – nach der Tagung Compliance habe ich mich sofort dort angemeldet.

Was müsste Ihrer Meinung nach eine Person mitbringen, damit Sie eine gute Compliance Manager*in wird?

Vielleicht fange ich zuerst mal damit an, was nicht ideal ist: wenn man keine Aufgaben und Verantwortung übernehmen möchte oder nur an einer Work-Life-Balance „Life work balance“ interessiert ist. Man braucht eine Hands-on-Mentalität und auch ein gewisses Durchsetzungsvermögen. Man muss glaubhaft rüberkommen und nicht wie der kleine Kasperle herumlaufen. Dann wirst du auch nicht ernst genommen in Diskussionen, sei es mit der Geschäftsführung, mit Behörden oder der Holding.

Sabine Leskowa

Sabine Leskowa

hat nach Ihrer Ausbildung an der ARS Akademie zusätzliche Ausbildungen in AML- und Sanktionszertifizierung und ist heute verantwortlich für KYC-Agenden (Know your customer), AML - Anti Money Laundering, WAG - Beratung, Anlageberatung und Geeignetheitserklärung, Anlegerprofile bei Kunden, Onboarding Review, Risikoklassifizierungen uvm.

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