Warum lohnt sich dieser Kurs?
Ob laufender Ertrag, Nebennutzung oder Enteignungsfall: Der Wert einer forstwirtschaftlichen Liegenschaft hängt von vielen Faktoren ab. Das Seminar vermittelt Vergleichswert-, Sach- und Ertragswertverfahren ebenso wie die Grundlagen der Entschädigungspraxis bei Nutzungsentgang, Schutzgebieten und Schadensfällen.Kursüberblick
Ein Waldstück soll verkauft, geerbt oder enteignet werden – und plötzlich braucht es eine Zahl, die vor Gericht, Finanzamt oder Vertragspartnern standhält. Genau an diesem Punkt setzt das Seminar an: Es zeigt, wie eine fundierte Bewertung zu einem belastbaren Verkehrswert führt, gestützt auf Liegenschaftsbewertungsgesetz und Forstgesetz.Je nach Fall führt der Weg über unterschiedliche Bewertungsmethoden: Manchmal genügt der Vergleich mit ähnlichen Verkäufen, manchmal braucht es den Sachwert oder eine Ertragswertrechnung. Auch Nebennutzungen wie Jagd, Trinkwasser oder Tourismus können den Wert einer Fläche spürbar verschieben – wer sie übersieht, unterschätzt das Grundstück.
Besonders anspruchsvoll wird es, wenn eine Fläche enteignet oder durch Bannwald, Wasserschutz- oder Natura-2000-Gebiete in ihrer Nutzung eingeschränkt wird. Hier entscheidet die Entschädigungspraxis – Nutzungsentgang, Hiebsunreife, Akzeptanzzuschläge –, ob eine Entschädigung fair bemessen ist oder nicht.
Anhand realer Fälle wird sichtbar, wie sich all das zu einem nachvollziehbaren Bewertungsgutachten fügt.
Kursinhalte
Rechtliche Grundlagen und Waldpreisbildung- Rechtliche Grundlagen: Liegenschaftsbewertungsgesetz, Forstgesetz, …
- Welche Faktoren beeinflussen die Waldpreisbildung?
- Aktuelle Marktentwicklung und Marktanpassung berücksichtigen
- Bewertungsmethoden: Vergleichswert, Sachwert, Ertragswert
- Bodenwert anhand von Vergleichspreisen und Bodenrichtwerten ableiten
- Bestandeswert mit Ertragstafeln und Altersklassenfaktoren ermitteln
- Vorratsbewertung und Betriebsrisiko berücksichtigen
- Bewertungsgrundsätze wie Nutzungsentgang, Hiebsunreife, Nutzung zur Unzeit & Restbetriebsbelastung
- Nebennutzungen wie Jagd, Trinkwasser, Bodenschätze und Tourismus bewerten
- Welche Aspekte sind bei der Bewertung von Rechten und Lasten zu beachten?
- Steuerrechtliche Behandlung von Waldverkäufen
- Entschädigungen in Enteignungsverfahren beurteilen
- Akzeptanzzuschläge, Rahmenvereinbarungen, Vertragsnaturschutz und Förderungen berücksichtigen
- Verkehrswertminderung bei Grundinanspruchnahme, Wasserschutzgebieten, Naturschutzschutzgebieten und Natura 2000
- Schadenersatz bei Baumbeschädigungen, Wildschäden, Biber, …
- Aufbau und Inhalt von Bewertungsgutachten
- Erörterung von Bewertungsfällen
Zielgruppe
- Betriebsleitung von Forstbetrieben (Wirtschaftführer, Revierförster)
- Sachverständige aus den Fachbereichen Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz, Raumplanung, Wasserbau, Immobilien
- Grundeinlöser bei Infrastrukturunternehmen (Bahn, Straße, Energieversorgung, Telekommunikation)
- Schadensreferenten bei Versicherungen (Flurschäden, Waldbrand)
- Behörden (Naturschutz, Raumordnung, Forstwirtschaft)
- Rechtsanwälte, Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater
Referenten
Wichtige Informationen
- Anrechenbar zur Rezertifizierung für Immobilienbewerter gem. Zert.-Schema P22
- iZm: Hauptverband der allgem. beeideten und gerichtlich zertifizierten Sachverständigen Ö., Landesverband W, NÖ, Bgld. – 10 % Ermäßigung für Mitglieder aller Landesverbände des Hauptverbandes