Warum lohnt sich dieser Kurs?
Gläubiger stehen im Insolvenzverfahren vor komplexen Herausforderungen. Wer Forderungen erfolgreich durchsetzen will, muss Fristen einhalten, Anfechtungsrisiken kennen und taktisch klug agieren – gerade bei aktuellen Änderungen wie dem Anfechtungsausschluss oder dem Auslaufen des Tilgungsplans.Kursüberblick
Der mit Anfang 2026 in Kraft getretene Anfechtungsausschluss für Sozialversicherungsbeiträge und Abgaben verändert das Insolvenzverfahren grundlegend – ebenso wie das bevorstehende Auslaufen des Tilgungsplans für Konsumenten Mitte 2026. Welche rechtlichen und praktischen Folgen sich daraus für Gläubiger ergeben, zeigt dieser Kurs ebenso wie mögliche Reaktionen des Gesetzgebers.Zentrales Thema ist die wirksame Forderungsdurchsetzung, sowohl bei bestehenden Insolvenzen als auch in Vorbereitung auf bevorstehende Verfahren. Behandelt werden unter anderem die Anmeldung gesicherter und ungesicherter Forderungen, der Umgang mit Aufrechnung, Eigentumsvorbehalt und Absonderungsrechten sowie rechtliche Fallstricke bei verspäteter Anmeldung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Gläubiger ihre Interessen frühzeitig absichern, rechtzeitig auf drohende Insolvenzverfahren reagieren und Handlungsspielräume gegenüber Schuldnern aktiv nutzen können.
Aktuelle Gesetzesnovellen, mögliche Reformen und praxisnahe Empfehlungen zur strategischen Gläubigerpositionierung runden das Programm ab.
Kursinhalte
Insolvenzverfahren rechtlich einordnen- Konkurs-, Sanierungsverfahren
- Schuldenregulierungsverfahren (Privatkonkurs) – Gesamtvollstreckung
- Unterschiede und Parallelen zwischen den Verfahren
- Insolvenzdatei als Informationsquelle
- Inhalt des Antrags – Eröffnungsvoraussetzungen
- Besonderheiten nach Bekanntmachung der offenkundigen Zahlungsunfähigkeit
- Schicksal der Verträge im Insolvenzverfahren
- Welchen Umfang hat die Vertragsauflösungssperre – welche Klauseln sind zulässig?
- Was passiert bei Vertragsabschluss mit dem Schuldner nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens?
- Einflussmöglichkeiten der Gläubiger im Insolvenzverfahren
- Notwendiger Inhalt der Forderungsanmeldung
- Was gilt bei verspäteter Forderungsanmeldung?
- Bedeutung der Anmeldung
- Rechte des gesicherten Gläubigers: Pfandrecht, Aufrechnungsbefugnis
- Eigentumsvorbehalt im Insolvenzfall geltend machen
- Forderungseintreibung bei drohender Insolvenz
- Wann muss die hereingebrachte Forderung zurückgezahlt werden?
- Wann sind Sicherheiten anfechtungsfest
- Sanierungsplan aus Sicht der Gläubiger bewerten - Mindestquote, Zahlungsfrist, Abstimmung
- Zahlungsplan – bei Einzelunternehmern und Konsumenten
- Voraussetzungen für eine Restschuldbefreiung des Schuldners - Abschöpfungsplan - Tilgungsplan mit zusätzlichen Einleitungshindernissen
- Wiederaufleben der Forderung beim Sanierungsplan – Mahnung richtig formulieren
- Welche Forderungen werden nicht gekürzt?
- Was regelt die EU-Insolvenzverordnung (EuInsVO)? – Forderungsanmeldung im EU-Ausland
- Was ist ein Restrukturierungsverfahren? - Die Stellung der Gläubiger beim Restrukturierungsplan
Zielgruppe
- Unternehmer als Gläubiger
- Mitarbeiter von Großgläubigern
- Leiter und Mitarbeiter von Rechtsabteilungen
- Rechtsanwälte | Steuer- & Unternehmensberater
- Mit der Eintreibung von Forderungen befasste Personen
- Mitarbeiter des Verkaufs und Vertriebs
- Alle mit der Vertragsgestaltung (u. a. Liefer- & Leistungsverträge) befassten Personen
