Warum lohnt sich dieser Kurs?
Das Bauwerksbuch ist weit mehr als eine gesetzliche Dokumentationspflicht. Es dient als zentrales Instrument, um Verkehrssicherungspflichten nachzuweisen, Haftungsrisiken zu reduzieren und die Gebäudesicherheit nachvollziehbar zu dokumentieren. Lernen Sie, welche rechtlichen Zusammenhänge bestehen und wie ein Bauwerksbuch erstellt wird.Kursüberblick
Mit der Novelle 2023 der Wiener Bauordnung wurden die Anforderungen an das Bauwerksbuch deutlich erweitert. Je nach Gebäudealter sind Umsetzungsfristen bis Ende 2027 bzw. Ende 2030 zu beachten. Während diese Fristen den Handlungsbedarf sichtbar machen, stehen in diesem Seminar vor allem Haftungsfragen und die Verantwortung der handelnden Personen im Mittelpunkt. Fehler bei der Erstellung, Dokumentation oder laufenden Führung können erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen.Im Mittelpunkt dieses Seminars steht daher nicht nur die Frage, was im Bauwerksbuch zu dokumentieren ist, sondern vor allem, warum diese Dokumentation rechtlich entscheidend ist. Sie erhalten ein fundiertes Verständnis der haftungsrechtlichen und wohnrechtlichen Grundlagen, der Verkehrssicherungspflichten sowie der Verantwortung von Eigentümer*innen, Verwalter*innen und weiteren beteiligten Personen.
Die ARS Akademie vermittelt praxisnah, wie ein Bauwerksbuch Schritt für Schritt erstellt wird, von der Einsicht in bestehende Unterlagen über die Objektbegehung und Beurteilung der relevanten Gebäudeteile bis hin zur Dokumentation von Baugebrechen, Maßnahmenplänen und der Registrierung. Gleichzeitig werden die Zusammenhänge mit ÖNORM B 1300 und B 1301, der ÖNORM B 4008-1, den OIB-Richtlinien sowie dem BauKG verständlich eingeordnet.
Praxisorientierte Beispiele und klare Handlungsempfehlungen unterstützen Sie dabei, Haftungsrisiken frühzeitig zu erkennen, rechtliche Anforderungen sicher umzusetzen und das Bauwerksbuch als Instrument der Risikominimierung und rechtssicheren Gebäudebewirtschaftung einzusetzen.
Kursinhalte
Bauwerksbuch nach § 128a Bauordnung für Wien rechtssicher umsetzen- Rechtliche Grundlagen und Entwicklung verstehen
- § 128a Bauordnung für Wien anwenden
- OIB-Richtlinien und Bauarbeitenkoordinationsgesetz (BauKG) einordnen
- ÖNORM B 4008-1 sowie ÖNORM B 1300 und B 1301 berücksichtigen
- Haftung für Gebäudesicherheit beurteilen
- Vertragliche und deliktische Verkehrssicherungspflichten unterscheiden
- Haftungsmaßstab und Verantwortlichkeiten klären
- Dynamische Erhaltungspflichten berücksichtigen
- Berechtigte Ersteller*innen bestimmen
- Anforderungen an prüfende Personen erfüllen
- Prüfintervalle festlegen
- Objektbegehung und Prüftiefe durchführen
- Gebäudeteile systematisch überprüfen
- Baugebrechen nachvollziehbar dokumentieren
- Maßnahmenplan erstellen
- Eintragungen rechtssicher führen
- Bauwerksbuch registrieren
- Dokumentation vollständig übergeben
Zielgruppe
- Hauseigentümer*innen
- Wohnungsgeigentümergemeinschaften
- Bauträger, Projektentwickler*innen
- Baumeister*innen, Ziviltechniker*innen
- Immobiliensachverständige
- Immobilienverwalter*innen
- Facility Manager*innen
- Asset Manager*innen
- Betreiber*innen von Gebäuden
- Verantwortliche für Gebäudesicherheit
- Mitarbeitende von Hausverwaltungen sowie Personen, die Bauwerksbücher erstellen oder deren Erstellung und Prüfung beauftragen
