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Warum lohnt sich dieser Kurs?
Nachbarschaftskonflikte durch Lärm, Gerüche oder andere Störungen sind in Wohngebäuden an der Tagesordnung. Doch welche rechtlichen Mittel gibt es gegen Ruhestörung, Immissionen oder Gefahrenquellen? Hier finden Sie Lösungen für Hausverwaltungen, Mieter und Wohnungseigentümer – von juristischen Maßnahmen bis zu mediativen Ansätzen.Kursüberblick
Nachbarschaftskonflikte können den Alltag in Wohngebäuden massiv beeinträchtigen. Hausverwaltungen stehen oft zwischen den Fronten, wenn Lärm, Gerüche oder Streitigkeiten das Zusammenleben belasten. Tägliche Anrufe und E-Mails, die Gefahr der Parteilichkeit, der Vorwurf der Untätigkeit und die Verweigerung der Anrufer, ihre Angaben bei Gericht auch unter Wahrheitspflicht zu deponieren, sind die Regel. Gleichgültig ob Beleidigungen, Tätlichkeiten, Hunde, Holzkohlegrills, Partymusik oder andere Immissionen den Unmut erzeugen – das Spektrum an Konfliktthemen ist breit.Dieses Seminar bietet einen umfassenden Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen und Lösungsstrategien im Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht und Gemeinnützigkeitsrecht. Erfahren Sie, wann Immissionen als unzumutbare Störung gelten, welche rechtlichen Schritte möglich sind – von Unterlassungsklagen bis hin zu Kündigungen – und wie Gerichte mit solchen Fällen umgehen. Von den inhaltlichen Tatbeständen über Schlichtungsmöglichkeiten bis zu Kündigungen, Räumungs- und Unterlassungsklagen werden die verschiedenen Szenarien anhand aktueller Rechtsprechung praxisnah vermittelt.
Neben der juristischen Perspektive werden auch mediative Methoden vorgestellt, um Konflikte nachhaltig zu entschärfen. Anhand von Praxisbeispielen lernen Sie, wie Sie gezielt agieren, Streitigkeiten deeskalieren und effektive Lösungsansätze für ein harmonisches Wohnumfeld entwickeln.
Kursinhalte
Wie lassen sich Lärm, Gerüche und Streitigkeiten rechtlich beurteilen?- Immissionen rechtlich bewerten und Beeinträchtigungen abgrenzen
- Ortsüblichkeiten prüfen und Störungen sachlich beurteilen
- Besitzstörungen und Eigentumsfreiheitsklagen einordnen
- Vandalismus erkennen und rechtliche Schritte vorbereiten
- Störungen durch Lärm, Tiere, Bäume und Gerüche beurteilen
- Erfahrungen aus der Praxis eines Mietrichters iR. anwenden
- Beweismaterial rechtssicher sammeln und dokumentieren
- Prätorische Vergleichsversuche nach § 433 Zivilprozessordnung (ZPO) nutzen
- Chancen vorbereitender Tagsatzungen bewerten
- Besserungsangebote und Ruhen des Verfahrens einsetzen
- Interessen von Kindern sachgerecht berücksichtigen
- Bedürfnisse älterer Menschen rechtlich einordnen
- Schutz von Menschen mit Behinderungen beachten
- Konflikte mit kranken Personen angemessen behandeln
- Gruppenbildungen differenziert beurteilen
- Auseinandersetzung, Streit und Konflikt unterscheiden
- Konflikte systematisch analysieren und verstehen
- Mediationsverfahren bei Nachbarschaftskonflikten anwenden
- Eskalationsstufen nach Friedrich Glasl erkennen
- Eisbergmodell nach Christoph Besemer nutzen
- Mediative Fragetechniken gezielt einsetzen
- Verbale und nonverbale Kommunikation verbessern
- Empathie fördern und sachlich kommunizieren
- Professionelle Abgrenzung in Konflikten entwickeln
- Rollenspiele praxisnah durchführen
Zielgruppe
- Hausverwalter*innen
- Verwalter*innen von Wohnungseigentumsanlagen
- Mitarbeiter*innen gemeinnütziger Bauvereinigungen
- Facility Manager*innen
- Haus- und Objektbetreuer*innen
- Eigentümervertreter*innen
- Aufgabenträger*innen nach OeNORM B 1300
- Mediator*innen
- Verantwortliche für Konfliktmanagement in Wohnanlagen
- Mitarbeitende im Wohn- und Immobilienmanagement
- Kommunale Entscheidungsträger*innen
