Warum lohnt sich dieser Kurs?
Die örtliche Bauaufsicht spielt eine zentrale Rolle im Bauwesen. Diese Ausbildung vermittelt Ihnen umfassendes praktisches und rechtliches Wissen, um technische Herausforderungen effizient zu meistern und die Interessen des Bauherrn zu vertreten. Sie gewinnen Klarheit über Aufgaben und Haftungsgrenzen und lernen, Qualität, Termine und Kosten zu überwachen.Kursüberblick
Bei der Ausbildung zur Örtlichen Bauaufsicht stehen Sie im Zentrum des Bauprozesses. In dieser umfassenden Ausbildung erlernen Sie den vollständigen Leistungsumfang der ÖBA, um technische und rechtliche Herausforderungen erfolgreich zu meistern.Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung im Baualltag: Sie erfahren, wie Sie Ihre Rolle gegenüber Bauherrn, Auftragnehmern und Behörden klar abgrenzen, Leistungsänderungen korrekt begleiten und typische Haftungsrisiken frühzeitig erkennen. Damit gewinnen Sie Sicherheit in Situationen, in denen Entscheidungen der ÖBA weitreichende rechtliche und wirtschaftliche Folgen haben können.
Sie erhalten fundiertes Wissen zu ÖNORMen, juristischen Grundlagen und zur Qualitätssicherung am Bau. Gleichzeitig stärken Sie Ihre Fähigkeiten im Konfliktmanagement und im Umgang mit Bauschäden. Themen wie Haftung am Bau, Sicherheitsanforderungen sowie der Umgang mit Bauprodukten sind ebenso zentrale Bestandteile dieses Kurses. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf professioneller Dokumentation, klaren Prüfabläufen strukturierter Kommunikation, um Ansprüche abzusichern und spätere Streitigkeiten zu vermeiden.
Tauschen Sie sich mit Expert*innen über Probleme und Lösungsansätze in der Praxis aus und holen Sie sich das international anerkannte Zertifikat "Experte für Örtliche Bauaufsicht" gem. Zertifizierungsschema der Austrian Standards plus GmbH.
Kursinhalte
Erwartungen an die Örtliche Bauaufsicht (ÖBA)- Wünsche des Bauherrn an Leistungen der ÖBA konkretisieren
- Befugnisse der ÖBA gegenüber Bauunternehmen definieren
- Terminplanung und Protokollführung koordinieren
- Partnerschaftliche Projektabwicklung fördern
- Vertiefte Leistungsbilder ab Projektklasse 3 einsetzen
- Projektklassen für Anforderungen und Verträge definieren
- Arbeitsschritte der ÖBA anhand vertiefter Leistungsbilder analysieren
- Qualitätssicherung durch Prüfliste, Prüfplan und Prüfbuch umsetzen
- Bauwerksdokumentation für Auftraggeber, Betreiber und Behörden erstellen
- Rechtsgeschäfte: Angebot, Annahme und Vertragsform beurteilen
- Haftung abgrenzen: Erfüllung, Gewährleistung, Schadenersatz, Garantie
- Leistungsänderungen und Claims nach ÖNORM B 2110 behandeln
- Mehrkosten, Nachträge und Vertragsbeendigungen rechtlich einordnen
- Haftung für Sozialbetrug am Bau: Pflichten des Auftraggebers prüfen
- Kommunikations- und Konfliktregelungsmodelle anwenden
- Grundhaltungen und konstruktive Gesprächsführung trainieren
- Bau-, Bauherrn- und Planungsbesprechungen effektiv organisieren
- Protokolle erstellen und Terminpläne einbinden
- Schnittstellen ÖBA – Baubehörde: Zuständigkeiten klären
- Sicherheit am Bau nach ASchG, BauVO und BauKG umsetzen
- ÖBA-Rolle als Baustellenkoordinator gem. ÖNORM B 2107 verstehen
- Baukoordination: Pflichten und Verantwortung der ÖBA definieren
- ÖNORM B 2110 Abrechnung und ÖNORM B 2061 Kalkulation anwenden
- Bauprodukte: Bestimmungen für das Inverkehrbringen kennen und korrekt verwenden
- Vergaberechtliche Pflichten und Rechtsschutzverfahren erklären
- Mangel und Bauschaden aus rechtlicher und technischer Sicht kennen und beurteilen
Enthaltene Module
Zielgruppe
- Bauleitung von Auftraggebern und Auftragnehmern
- Architekt*innen, Planer*innen
- Mitarbeitende von Ingenieurbüros, Ziviltechniker*innen
- Bauträger, Genossenschaften
- Bausachverständige
- Mitarbeitende von Bauämtern und Baubehörden
- Mitarbeitende der Örtlichen Bauaufsicht, die das Zertifikat „Experte für Örtliche Bauaufsicht” erwerben möchten
- Mitarbeitende aus dem Bauhaupt- und Baunebengewerbe
Referenten
Wichtige Informationen
- 10% Ermäßigung für Mitglieder des VÖSI–Verbandes
