Kursüberblick
Die Rahmenbedingungen für Immobilienfinanzierungen haben sich grundlegend verändert. Höhere Finanzierungskosten, selektivere Kreditvergabe, strengere Anforderungen an Cashflow, Eigenkapital, Objektqualität und Transparenz sowie zunehmender Druck bei Prolongationen und Restrukturierungen stellen Bauträger, Bestandshalter und Investoren vor neue Herausforderungen.Diese Tagung zeigt, wie Banken Immobilienprojekte und Bestandsobjekte 2026 beurteilen, welche Faktoren über Finanzierbarkeit und Refinanzierungsfähigkeit entscheiden und wie sich Marktteilnehmer professionell auf Kreditgespräche, Prolongationen und kritische
Sanierungssituationen vorbereiten können. Im Mittelpunkt steht die praktische Frage: Wie bleiben Immobilien im neuen Marktumfeld bankfähig?
Kursinhalte
Der österreichische Immobilienmarkt in der Transformationsphase- Gesamtwirtschaftliches Umfeld in Österreich und Europa
- Zinsentwicklung, Inflation, Kapitalmarkt und Refinanzierungskosten
- Entwicklung wesentlicher Indikatoren Bau- und Immobilienwirtschaft
- Auswirkungen auf Preise, Renditen, Transaktionsvolumina und Liquidität
- Unterschiede zwischen Asset-Klassen und Marktsegmenten
- Ausblick 2026/2027 und Relevanz für Immobilienfinanzierungen
- Regulatorische Vorgaben mit Relevanz für die Immobilienfinanzierung
- Funktionsweise Kreditinstitute: Kreditprozess, Credit Policies, Kreditentscheidung & bankbilanzielle Zwänge
- Prüflogik aktueller Immobilienfinanzierungen im Lichte der Immobilienkrise: Marktwerte, Maturity Wall / Prolongationen, Bauträgerrisiken, Dekarbonisierung eigenes Kreditportfolio & Refinanzierungsdruck
- Von der Objektbesicherung zur Cash-Flow- & Exit-Logik
- Welche Rolle spielen LTV, DSCR, ICR, Vorverwertung, Leerstand, Marktgängigkeit und CAPEX?
- Welche qualitativen Faktoren beeinflussen die Kreditentscheidung?
- Vorteile eines aktiven Kreditprozessmanagements?
- Typische Risikofelder, Analyselogiken & Instrumente zur Risikoreduktion bei Bauträgerfinanzierungen
- Baukosten, Zeitverzug, Vermarktungsrisiken, Käuferzurückhaltung
- Vorverwertung, Eigenkapital, Reserven, Nachschussfähigkeit
- Welche Strukturierungsfehler sehen Banken aktuell besonders sensibel?
- Bankseitige Risikomanagementtechniken auf eigene Projekte anwenden
- Welche Projektunterlagen, Sensitivitäten & (Risiko)Argumentationslogik sind bei der Projekteinreichung entscheidend?
- Anforderungen / Kriterien erfolgreich finanzierter Neuprojekte
- Warum Prolongationen heute keine Formalität mehr sind
- Repricing, geänderte Margenerwartung aufgrund höherem Risiko, geänderte Anforderungen an den Kapitaldienst
- Sinkende oder volatile Werte und ihre Folgen für LTV und Covenants
- ESG-/Sanierungsanforderungen und CAPEX als Teil der Finanzierungsfrage
- Gebäudesanierung als neues Zielfinanzierungssegment unter Banken?
- NO-GO’s aus Banksicht: Struktur, Segmente, Sponsor, ESG-Obsoleszenz, Unterlagen, etc.
- Übergang in Intensivbetreuung, Workout oder Sanierung - wichtige Implikationen für Kreditnehmer
- Frühwarnsignale aus Bankensicht (Covenant-Brüche, Verzögerungen, Vermarktungsprobleme & Nachfinanzierungsbedarf)
- Informationsanforderungen, Reporting, Auflagen und Transparenz in Sanierungssituationen
- Liquidität, Verwertbarkeit, Nachschussfähigkeit und Managementqualität
- Die Krise als Chance für Immobilienentwickler/-käufer: Ankauf / Übernahme notleidender Immobilien (Ansprache, Ablauf, Vorteile, etc.)
- Bankseitige Lessons Learned in Pre-Workout und Workout Situationen
Zielgruppe
- Bauträger und Projektentwickler*innen
- Bestandshalter*innen und Immobilieninvestor*innen
- Asset Manager und Family Offices mit Immobilienfokus
- Geschäftsführer*innen und kaufmännische Leiter*innen von Immobiliengesellschaften
- Finanzierungsmakler*innen, Debt Advisors und Restrukturierungsberater*innen
- Steuer- und Rechtsberater*innen mit Immobilienbezug
- Bankmitarbeiter*innen mit Schnittstelle Immobiliengeschäft
