Warum lohnt sich dieser Kurs?
Immobilienfinanzierungen werden stärker denn je von Cashflow, Risikoprüfung und bankseitigen Vorgaben geprägt. Die Tagung zeigt, wie Banken Projekte und Bestandsobjekte beurteilen, welche Faktoren über Finanzierbarkeit entscheiden und wie sich Marktteilnehmer*innen auf Kreditgespräche, Prolongationen und kritische Finanzierungssituationen vorbereiten.Kursüberblick
Die zentrale Frage in der Immobilienfinanzierung lautet 2026 nicht mehr nur, zu welchen Konditionen eine Finanzierung möglich ist. Entscheidend wird vielmehr, ob ein Projekt, ein Bestandsobjekt oder ein Portfolio unter heutigen Bankanforderungen überhaupt plausibel finanzierbar bleibt. Kreditvergaben bleiben selektiv, Prolongationen werden anspruchsvoller und Banken prüfen Cashflow, Kapitaldienstfähigkeit, Exit, Eigenkapital, Risikotransparenz und Objektqualität deutlich genauer. Wie lässt sich Bankfähigkeit aktiv steuern, bevor der Druck im Kreditgespräch steigt?Die ARS Akademie beleuchtet bei der Tagung Immobilienfinanzierung 2026, wie Kreditentscheidungen aktuell entstehen und welche Logik hinter bankseitigen Prüfprozessen steht. Teilnehmer*innen erhalten Einblick in Credit Policies, Risikomanagement, Kreditgremien und die Faktoren, die über Zusage, Auflagen oder Ablehnung entscheiden können.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Entscheidungen, die Bauträger, Bestandshalter und Investor*innen jetzt vorbereiten müssen: Welche Unterlagen, Kennzahlen und Argumentationslinien erwartet die Bank? Wie belastbar sind Cashflow, Kapitaldienst und Exit unter Stress? Welche Rolle spielen LTV, DSCR, ICR, Vorverwertung, Leerstand, CAPEX, ESG-Risiken und Nachschussfähigkeit? Auch Prolongationen, Refinanzierungen und kritische Bankensituationen werden gezielt behandelt. Denn Anschlussfinanzierungen sind im aktuellen Marktumfeld keine Formalität mehr. Sinkende oder volatile Werte, Repricing, Covenants, Sanierungs-CAPEX und Restrukturierungsbedarf können bestehende Finanzierungen rasch unter Druck setzen.
Die Tagung unterstützt dabei, Immobilienfinanzierungen strategisch vorzubereiten, Bankgespräche professionell zu führen und Frühwarnsignale rechtzeitig zu erkennen. So stärken Sie Ihre Fähigkeit, Projekte banknäher zu strukturieren, Prolongationen gezielt vorzubereiten und auch in Sanierungs- oder Workout-Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Kursinhalte
Der österreichische Immobilienmarkt in der Transformationsphase- Gesamtwirtschaftliches Umfeld in Österreich und Europa
- Zinsentwicklung, Inflation, Kapitalmarkt und Refinanzierungskosten
- Entwicklung wesentlicher Indikatoren Bau- und Immobilienwirtschaft
- Auswirkungen auf Preise, Renditen, Transaktionsvolumina und Liquidität
- Unterschiede zwischen Asset-Klassen und Marktsegmenten
- Ausblick 2026/2027 und Relevanz für Immobilienfinanzierungen
- Regulatorische Vorgaben mit Relevanz für die Immobilienfinanzierung
- Funktionsweise Kreditinstitute: Kreditprozess, Credit Policies, Kreditentscheidung & bankbilanzielle Zwänge
- Prüflogik aktueller Immobilienfinanzierungen im Lichte der Immobilienkrise: Marktwerte, Maturity Wall / Prolongationen, Bauträgerrisiken, Dekarbonisierung eigenes Kreditportfolio & Refinanzierungsdruck
- Von der Objektbesicherung zur Cash-Flow- & Exit-Logik
- Welche Rolle spielen LTV, DSCR, ICR, Vorverwertung, Leerstand, Marktgängigkeit und CAPEX?
- Welche qualitativen Faktoren beeinflussen die Kreditentscheidung?
- Vorteile eines aktiven Kreditprozessmanagements?
- Typische Risikofelder, Analyselogiken & Instrumente zur Risikoreduktion bei Bauträgerfinanzierungen
- Baukosten, Zeitverzug, Vermarktungsrisiken, Käuferzurückhaltung
- Vorverwertung, Eigenkapital, Reserven, Nachschussfähigkeit
- Welche Strukturierungsfehler sehen Banken aktuell besonders sensibel?
- Bankseitige Risikomanagementtechniken auf eigene Projekte anwenden
- Welche Projektunterlagen, Sensitivitäten & (Risiko)Argumentationslogik sind bei der Projekteinreichung entscheidend?
- Anforderungen / Kriterien erfolgreich finanzierter Neuprojekte
- Warum Prolongationen heute keine Formalität mehr sind
- Repricing, geänderte Margenerwartung aufgrund höherem Risiko, geänderte Anforderungen an den Kapitaldienst
- Sinkende oder volatile Werte und ihre Folgen für LTV und Covenants
- ESG-/Sanierungsanforderungen und CAPEX als Teil der Finanzierungsfrage
- Gebäudesanierung als neues Zielfinanzierungssegment unter Banken?
- NO-GO’s aus Banksicht: Struktur, Segmente, Sponsor, ESG-Obsoleszenz, Unterlagen, etc.
- Übergang in Intensivbetreuung, Workout oder Sanierung - wichtige Implikationen für Kreditnehmer
- Frühwarnsignale aus Bankensicht (Covenant-Brüche, Verzögerungen, Vermarktungsprobleme & Nachfinanzierungsbedarf)
- Informationsanforderungen, Reporting, Auflagen und Transparenz in Sanierungssituationen
- Liquidität, Verwertbarkeit, Nachschussfähigkeit und Managementqualität
- Die Krise als Chance für Immobilienentwickler/-käufer: Ankauf / Übernahme notleidender Immobilien (Ansprache, Ablauf, Vorteile, etc.)
- Bankseitige Lessons Learned in Pre-Workout und Workout Situationen
Zielgruppe
- Bauträger und Projektentwickler*innen
- Bestandshalter*innen und Immobilieninvestor*innen
- Asset Manager und Family Offices mit Immobilienfokus
- Geschäftsführer*innen und kaufmännische Leiter*innen von Immobiliengesellschaften
- Finanzierungsmakler*innen, Debt Advisors und Restrukturierungsberater*innen
- Steuer- und Rechtsberater*innen mit Immobilienbezug
- Bankmitarbeiter*innen mit Schnittstelle Immobiliengeschäft
