Warum lohnt sich dieser Kurs?
Rahmenvereinbarungen bieten großes Potenzial für effiziente und wirtschaftliche Beschaffungen – gleichzeitig steigen die rechtlichen Anforderungen durch BVergG, EU-Richtlinien und aktuelle EuGH-Judikatur. Eine rechtssichere Gestaltung ist entscheidend, um Risiken und Verfahrensfehler zu vermeiden.Kursüberblick
Rahmenvereinbarungen zählen zu den wichtigsten Instrumenten für wiederkehrende Beschaffungen im öffentlichen Bereich. Gleichzeitig stellen das Bundesvergabegesetz (BVergG), die europäischen Vergaberichtlinien und die aktuelle EuGH-Judikatur hohe Anforderungen an Konzeption, Ausschreibung und Abrufsystematik.Dieses Seminar verbindet die Grundlagen des Vergaberechts mit der praxisnahen Umsetzung von Rahmenvereinbarungen. Zunächst erhalten Sie einen strukturierten Überblick über zentrale vergaberechtliche Prinzipien, Verfahrensarten sowie die rechtssichere Gestaltung von Leistungsbeschreibungen, Eignungs- und Zuschlagskriterien.
Darauf aufbauend vertiefen Sie das Thema Rahmenvereinbarungen und lernen die Unterschiede zwischen Rahmenvereinbarung, Rahmenvertrag und Optionen systematisch kennen.
Praxisnah wird erläutert, wie Rahmenvereinbarungen im Liefer-, Dienstleistungs- und Baubereich eingesetzt werden können, welche Gestaltungsspielräume bestehen und wo typische Risiken auftreten. Auch Fragen des Rechtsschutzes sowie die Auswirkungen der BVergG-Novelle 2026 und der EU-eForms werden verständlich eingeordnet.
Kursinhalte
Grundlagen des VergaberechtsBundesvergabegesetz (BVergG): Anwendungsbereich & Grundsätze
- Geltungsbereich des BVergG umfasst öffentliche Aufträge
- Schwellenwerte regeln Ober- und Unterschwellenbereich
- Gleichbehandlung und Transparenz binden Auftraggeber
- Offenes Verfahren ermöglicht breiten Wettbewerb
- Verhandlungsverfahren regelt komplexe Beschaffungen
- Wettbewerblicher Dialog ermöglicht innovative Lösungen
- Leistungsbeschreibung definiert Auftragsgegenstand präzise
- Eignungs- und Zuschlagskriterien sichern Bestbieterermittlung
- Bekanntmachung erfolgt elektronisch über EU-eForms
- Fristgebundene Angebotslegung bestimmt das Verfahren
- Rechtsschutzverfahren beim BVwG schützt Bieter
- BVergG-Novelle 2026 bringt zentrale Neuerungen
Rechtsgrundlagen & Abgrenzung der Vertragsformen
- Rahmenvereinbarung umfasst mehrere Auftraggeber
- Rahmenvertrag bindet einen einzelnen Auftraggeber
- Laufzeit darf vier Jahre regelmäßig nicht überschreiten
- Höchstmenge ist verbindlich vorab festzulegen
- Mini-Wettbewerb regelt erneuten Wettbewerb beim Abruf
- Was ist eine Rahmenvereinbarung?
- Kalkulierbarkeit der Leistung
- Rechtsschutz bei der Vergabe von Rahmenvereinbarungen
- Rechtsschutz beim Abruf aus einer Rahmenvereinbarung
- Vor- und Nachteile von Rahmenvereinbarungen
- Anwendung im Liefer-, Dienstleistungs- & Baubereich
Enthaltene Module
Zielgruppe
- Beschaffer und Mitarbeiter vergebender Stellen, die wiederkehrende Leistungen langfristig einkaufen
- Vergabejuristen in öffentlichen Stellen, die langfristige Verträge rechtlich begleiten
- Leiter öffentlicher Einkaufsabteilungen, die strategische Beschaffung verantworten
- Sektorenauftraggeber, die Liefer- und Dienstleistungsaufträge gebündelt vergeben
- Rechtsanwälte und Konzipienten, die zu Rahmenverträgen und Optionsrechten beraten
- Unternehmensberater, die öffentliche Auftraggeber bei langfristigen Vergaben begleiten
- Bauleiter und technische Sachbearbeiter, die wiederkehrende Bauleistungen vergeben
