Warum lohnt sich dieser Kurs?
ESG in der Immobilienwirtschaft wird neu geordnet: Berichtspflichten werden reduziert, Taxonomie-Kriterien angepasst und die EPBD verändert die Anforderungen an Gebäude und Bestand. Dieses Update zeigt, was gilt, welche Klimarisiken für Finanzierung und Bewertung relevant werden und wo ESG-Strukturen neu ausgerichtet werden sollten.Kursüberblick
Seit rund zwei Jahren hat sich der regulatorische Rahmen für ESG in der Bau- und Immobilienwirtschaft grundlegend verschoben – nicht nur entschärft, sondern in zentralen Punkten neu geordnet. Mit der Omnibus-I-Richtlinie (EU) 2026/470 und dem österreichischen Nachhaltigkeitsberichtsgesetz (NaBeG) ist der Kreis der direkt berichtspflichtigen Unternehmen deutlich kleiner geworden. An die Stelle der vollen ESRS-Berichterstattung tritt für einen großen Teil der Branche der neue Voluntary Standard mit Value-Chain-Cap.Gleichzeitig wurde die EU-Taxonomie in Berichtspflichten und technischen Bewertungskriterien angepasst. Die neue EU-Gebäuderichtlinie wird über OIB-Richtlinien und die Bauordnungen der Länder relevant, während Banken Klimarisiken zunehmend in Kreditvergabe und Sicherheitenbewertung berücksichtigen. Gerade für Bestandshaltung, Projektentwicklung und Transaktionen greifen damit regulatorische, technische und finanzielle Anforderungen immer stärker ineinander.
Das ESG-Update ordnet diese Entwicklungen kompakt ein: Was ist rechtlich verbindlich, was befindet sich noch im Verfahren und was betrifft Ihr Unternehmen auch dann, wenn die eigene Berichtspflicht entfallen ist? Sie erhalten eine belastbare Standortbestimmung und erkennen, welche internen ESG-Strukturen zurückgefahren werden können und wo weiterhin Daten, Zuständigkeiten und Prozesse erforderlich sind.
Im Mittelpunkt stehen Bestandsimmobilien aller Nutzungsarten. Energieeffizienz, Klimarisiken und CO₂-Kosten können sich unmittelbar auf Bewertung, Finanzierungskonditionen, Sanierungsentscheidungen und Bewirtschaftung auswirken. Voluntary Standard, Taxonomie, EPBD, Klimarisikoanalyse und Bankanforderungen werden deshalb nicht isoliert betrachtet, sondern mit konkreten Prüfpunkten für Ankauf, Portfolio, Finanzierung und Vermarktung verbunden.
Die Teilnahmebestätigung dient zugleich als Fortbildungsnachweis für zertifizierte ESG-Beauftragte.
Kursinhalte
Nachhaltigkeitsberichterstattung nach dem Voluntary Standard aufsetzen- Anwendungsbereich der CSRD nach Richtlinie (EU) 2026/470 und NaBeG auf das eigene Unternehmen anwenden
- Voluntary Standard (VS) mit Basismodul und Zusatzmodul in der Berichterstattung umsetzen
- Value-Chain-Cap gegenüber Konzernen, Auftraggebern und Banken nutzen
- Immobilienrelevante ESRS-Angaben zu Klimawandel, Energie und Kreislaufwirtschaft bereitstellen
- Wesentlichkeitsschwelle und vereinfachte Meldebögen der Delegierten Verordnung (EU) 2026/73 nutzen
- technische Bewertungskriterien für Neubau, Renovierung sowie Erwerb und Eigentum von Gebäuden prüfen
- DNSH-Kriterien und Nachweisführung für Bestandsobjekte erstellen
- Klimarisikoanalyse und Anpassungsplan für das Umweltziel Klimawandelanpassung aufsetzen
- Anforderungen an Nullemissionsgebäude und Mindeststandards für die Gesamtenergieeffizienz einordnen
- Neue OIB-Richtlinie 6 und Landesbauordnungen in der Planung berücksichtigen
- Renovierungspass und nationalen Gebäuderenovierungsplan für die Sanierungsplanung nutzen
- Solarpflicht, Heizungstausch und Förderungen in die Investitionsplanung integrieren
- Physische und transitorische Klimarisiken für Objekte und Portfolios identifizieren
- Stranding-Risiken über Dekarbonisierungspfade (CRREM) berechnen und priorisieren
- Anforderungen der EBA-Leitlinien zu ESG-Risiken an Kreditnehmer erfüllen
- CO₂-Bepreisung und Emissionshandel für Gebäude in Betriebskosten und Verträgen abbilden
- Umweltaussagen nach EmpCo-Richtlinie und UWG prüfen
- Nachhaltigkeitslabels und Zertifikate zulässig verwenden
- Greenwashing-Risiken in Exposés, Websites und Unternehmenskommunikation vermeiden
Zielgruppe
- Zertifizierte ESG-Beauftragte der Bau- & Immobilienwirtschaft, die ihren Wissensstand aktuell halten wollen
- ESG-, Nachhaltigkeits- und Compliance-Verantwortliche in Immobilienunternehmen, Hausverwaltungen und gemeinnützigen Bauvereinigungen
- Asset-, Portfolio- und Property-Manager*innen sowie Projektentwickler*innen
- Alle, die ihren ESG-Wissensstand ohne vollständigen Lehrgang aktualisieren wollen – etwa aus Bauwirtschaft, Bewertung, Finanzierung, Recht oder Beratung
- Technisch und rechtlich Verantwortliche für Immobilien sowie Geschäftsführer*innen und Entscheidungsträger*innen
Referenten
Wichtige Informationen
- Anrechenbar zur Rezertifizierung für ESG-Beauftragte
