Success-Interview: Tamas Palffy

ARS Akademie

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Der Wechsel von der Fachkraft zur Führungskraft bringt viele neue Herausforderungen mit sich. Tamas Palffy hat diesen Schritt erfolgreich gemeistert: Heute leitet er die Abteilung Office IT & Servicedesk bei der PSA Payment Services Austria. Im Gespräch erzählt er, wie er seine Führungsrolle aufgebaut, welche Erkenntnisse er aus dem Führungskräftelehrgang „die ersten 100 Tage als Führungskraft“ mitgenommen hat und warum Authentizität für ihn das wichtigste Führungsinstrument ist.

Success Story von Tamas Palffy

Herr Palffy, was genau umfasst Ihre Rolle als Head of Office IT & Servicedesk?

Als ich zur PSA gekommen bin, gab es unsere Abteilung in dieser Form noch nicht. Wir waren ursprünglich Teil des IT Service Managements und haben uns dann zu einer eigenen Einheit entwickelt.

Wie groß ist Ihr Team heute?

Mittlerweile sind wir zu fünft. Das Team ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen, und wir rechnen damit, dass wir in Zukunft noch weiterwachsen werden.

Wie sind Sie zur Führungskraft geworden?

Führung war eigentlich schon lange ein persönliches Ziel von mir. Ich arbeite seit 2009 in der IT und habe über viele Jahre Erfahrungen im Support gesammelt. Wie viele Mitarbeiter*innen habe ich mir oft gedacht: „Das könnte man vielleicht anders machen.“ Irgendwann wollte ich herausfinden, wie es tatsächlich ist, selbst Führungsverantwortung zu übernehmen. Als ich zur PSA kam, gab es bereits die Perspektive, dass ich zunächst externe Kolleg*innen koordiniere und später die Leitung einer eigenen Abteilung übernehmen könnte. Genau so ist es dann auch gekommen.

Was war dabei Ihre größte Chance?

Dass ich die Abteilung praktisch von Anfang an mitgestalten durfte. Ich musste kein bestehendes Team übernehmen, sondern konnte Prozesse, Dokumentationen und Strukturen selbst entwickeln. Auch das Team ist Schritt für Schritt gewachsen. Diese Möglichkeit bekommt man als Führungskraft nicht oft.

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Wie sind Sie auf den Führungskräftelehrgang der ARS Akademie aufmerksam geworden?

Bei der PSA gibt es eine sehr gute Unterstützung für neue Führungskräfte. Man erhält einen sogenannten „Führungskräftekoffer“, der verschiedene Weiterbildungsangebote, Coachings und Seminare enthält. Zunächst habe ich das Seminar „Vom Mitarbeiter zur Führungskraft“ entdeckt. Dabei habe ich gesehen, dass dieses Modul Teil eines umfassenden Führungskräftelehrgangs ist. Die weiteren Themen haben mich ebenfalls sofort angesprochen, deshalb habe ich meinen Chef gebeten, den gesamten Lehrgang besuchen zu dürfen. Das hat dann auch geklappt (lacht).

Welche Inhalte waren für Sie besonders wertvoll?

Wie ich die Meetingkultur im Team gestalte. Ich führe heute mit jedem Teammitglied wöchentliche Einzelgespräche. Dabei geht es nicht nur um aktuelle Aufgaben, sondern auch um persönliche Anliegen, Entwicklungsmöglichkeiten und die allgemeine Stimmung. Selbst wenn ein Gespräch einmal nur fünf Minuten dauert, ist es wichtig, dass die Mitarbeiter wissen: Diese Zeit gehört ihnen.

Hat sich durch den Lehrgang Ihr persönlicher Führungsstil verändert?

Definitiv. Mir wurde noch stärker bewusst, wie wichtig regelmäßige Kommunikation ist. Mitarbeiter*innen möchten informiert werden und verstehen, was im Unternehmen passiert. Deshalb lege ich heute großen Wert auf Transparenz. Ich teile Informationen bewusst mit meinem Team und erkläre Hintergründe von Entscheidungen. Das schafft Vertrauen und verhindert Missverständnisse.

Ich bin ein Mensch, mache Fehler und habe gute wie schlechte Tage. Wenn Führungskräfte authentisch bleiben, schafft das Vertrauen.

Welche Rolle spielt Delegation in Ihrer täglichen Führungsarbeit?

Eine sehr große. Im Lehrgang wurde deutlich, dass Delegation viel mehr bedeutet, als Aufgaben einfach weiterzugeben. Man muss die aktuelle Situation, die Auslastung und die individuellen Stärken der Mitarbeiter berücksichtigen. Die richtige Aufgabe zur richtigen Person zu bringen, ist eine zentrale Führungsaufgabe. Wenn Menschen ihre Stärken einsetzen können, profitieren sowohl die Mitarbeiter*innen als auch das gesamte Team.

Sie sprechen von den individuellen Stärken Ihrer Mitarbeiter*innen. Warum ist Ihnen das so wichtig?

Weil Menschen deutlich bessere Leistungen erbringen, wenn sie Aufgaben übernehmen können, die ihnen liegen und Freude machen. Deshalb versuche ich auch bei Weiterbildungen für meine Mitarbeitenden sehr individuell vorzugehen. Nicht jede Schulung ist für jede Person sinnvoll. Viel wichtiger ist es, die persönlichen Stärken gezielt weiterzuentwickeln.

Welche Erkenntnis aus dem Bereich Selbstführung hat Sie besonders geprägt?

Die Bedeutung der Selbstreflexion. Als Führungskraft muss man regelmäßig das eigene Verhalten hinterfragen. Nicht jede Entscheidung ist perfekt und nicht jede Kommunikation gelingt optimal. Wichtig ist, daraus zu lernen und offen damit umzugehen. Das gilt auch für Fehler. Eine gute Fehlerkultur beginnt bei der Führungskraft selbst. Ich möchte auch Vorbild sein. Mitarbeitende beobachten nicht nur, was man sagt, sondern vor allem auch, was man tut. Wenn ich selbst Verantwortung übernehme, mitarbeite und offen kommuniziere, wirkt sich das automatisch auf das gesamte Team aus. Führung beginnt für mich immer bei der eigenen Haltung.

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Wie konnten Sie Ihr Verhalten bei Konflikten stärken?

Zum Glück hatten wir bisher keine größeren Konflikte. Aus dem Lehrgang habe ich aber mitgenommen, dass man Konflikte nicht in emotional aufgeladenen Situationen lösen sollte. Oft ist es sinnvoll, zunächst etwas Abstand zu schaffen und anschließend in Ruhe miteinander zu sprechen. Klare Kommunikation und gegenseitiges Verständnis sind dabei entscheidend.

Was macht für Sie gute Führung aus?

Authentizität. Ich möchte keine Führungsrolle spielen und keine Maske tragen. Ich bin ein Mensch, mache Fehler und habe gute wie schlechte Tage. Wenn Führungskräfte authentisch bleiben, schafft das Vertrauen. Gleichzeitig ist es wichtig, offen für Feedback zu sein. Deshalb fordere ich mein Team aktiv auf, mir Rückmeldungen zu geben. Auch Führungskräfte lernen ständig dazu.

Wem würden Sie den Führungskräftelehrgang empfehlen?

Auf jeden Fall neuen Führungskräften. Gerade beim Übergang vom Mitarbeiter zur Führungskraft erhält man viele praktische Werkzeuge, die sofort im Alltag helfen. Aber auch erfahrene Führungskräfte profitieren davon. Führung verändert sich ständig. Neue Generationen bringen neue Erwartungen mit, Unternehmen entwickeln sich weiter und auch die Anforderungen an Führung steigen. Deshalb halte ich kontinuierliche Weiterbildung für einen wichtigen Bestandteil erfolgreicher Führung.

Ihr persönliches Fazit?

Führung ist ein Entwicklungsprozess, der nie abgeschlossen ist. Man kann immer dazulernen, neue Perspektiven gewinnen und sich weiterentwickeln. Genau deshalb sind Weiterbildung, Selbstreflexion und der Austausch mit anderen Führungskräften so wertvoll.

 

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