Betriebliche Weiterbildung: Inhouse-Seminar oder offenes Seminar?
Weiterbildung ist essenziell, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch welche Weiterbildungsform ist die richtige für Unternehmen? Wir haben mit Nicole Scheiblecker gesprochen, die den Bereich Bildungsberatung in der ARS Akademie leitet.
Betriebliche Weiterbildung ist gerade in fordernden Zeiten essenziell, um aktionsfähig zu bleiben. Grundsätzlich gibt es interne Weiterbildungen, die im Unternehmen stattfinden, sowie externe Weiterbildungen bei Seminaranbietern wie der ARS Akademie. Was sind hier die wesentlichen Unterschiede?
Der Ausgangspunkt jeder erfolgreichen betrieblichen Weiterbildung ist die Frage: „Wo liegen die konkreten Herausforderungen im Unternehmen?” Wir von der ARS Akademie analysieren gemeinsam mit unseren Kund*innen, welche Kompetenzen aufgebaut oder vertieft werden sollen und wo gezielte Unterstützung notwendig ist. Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung können wir einschätzen, ob ein firmeninternes Training oder ein offenes Seminar das geeignetere Format ist – inklusive der passenden Expert*innen. Unser Ziel ist es immer, Weiterbildung effizient, flexibel und zielgruppengerecht zu gestalten. Für das obere Management eignen sich beispielsweise kurze Webinare oder kompakte Formate zu Randzeiten. In Fachbereichen wie dem Arbeits- oder Datenschutzrecht ist hingegen Schnelligkeit entscheidend: Jurist*innen müssen über aktuelle Gesetzesänderungen zeitnah informiert werden. Hier sind aktuelle, themenspezifische Weiterbildungsangebote besonders gefragt.
Welche Formate zählen zur externen bzw. offenen Weiterbildung?
Ein offenes Seminar steht Teilnehmenden aus unterschiedlichen Unternehmen offen und ist ein zentraler Baustein der externen betrieblichen Weiterbildung. Typische Formate in der ARS Akademie sind eintägige oder mehrtägige Seminare, laufende Jour Fixes im Abo-Modell, zertifizierte Ausbildungen oder Fachtagungen zu aktuellen Themen.
Tagungen & JoursFixes
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Wann entscheiden sich Unternehmen für offene Seminare?
Der größte Vorteil eines offenen Seminars liegt im Austausch mit der Peergroup. Die Teilnehmenden profitieren von Best Practices, neuen Perspektiven und einem Blick über den eigenen Tellerrand. Bei unseren Tagungen zum Beispiel tragen oft mehrere Expert*innen vor. So lernen die Teilnehmenden unterschiedliche Perspektiven kennen. Zudem sind offene Seminare organisatorisch flexibel: Wenn eine Person verhindert ist, kann eine Kollegin oder ein Kollege teilnehmen. Professionelle Rahmenbedingungen wie unsere modernen Seminarräume und ein klar strukturierter Ablauf sorgen zusätzlich für eine hohe Qualität. Der Ortswechsel wirkt motivierend und schafft Raum für neue Impulse.
Ausbildungen
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Wann ist ein Inhouse-Seminar die beste Wahl?
Ein Inhouse-Seminar – auch firmeninternes Training genannt – richtet sich ausschließlich an Mitarbeitende eines Unternehmens. Die Inhalte werden individuell auf die unternehmensspezifischen Anforderungen zugeschnitten. Das Curriculum orientiert sich an internen Prozessen, konkreten Fragestellungen und realen Praxisbeispielen aus dem Unternehmen. Dadurch ist das Gelernte sofort anwendbar und der Mehrwert der Weiterbildung direkt sichtbar. Ein weiterer Vorteil ist die Vertraulichkeit: Sensible Themen können offen besprochen werden. Zudem entscheidet das Unternehmen selbst über Termin, Dauer und Format – ob Präsenz, online oder hybrid.
Welche Kriterien helfen bei der Entscheidung, ob ein firmeninternes oder ein externes Training geeigneter ist?
Bei der Entscheidung zwischen firmeninternem Training und offenem Seminar sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen: Kosten, Zeitaufwand, Relevanz der Inhalte, Zielgruppe und Skalierbarkeit. Inhouse-Seminare sind besonders effektiv, wenn unternehmensspezifisches Wissen vermittelt werden soll. Offene Seminare eignen sich ideal, wenn externe Impulse, Benchmarks und Vernetzung im Fokus stehen. Eine einfache Entscheidungshilfe lautet daher: Stehen interne Prozesse und Abläufe im Mittelpunkt, ist ein Inhouse-Seminar sinnvoll. Wenn Inspiration, Austausch und Branchen-Insights gefragt sind, empfiehlt sich ein offenes Seminar. Klar muss auch sein: Ein maßgeschneidertes firmeninternes Training ist in einer anderen Preisrange als ein öffentliches Seminar
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Kann man auch zwischen den Möglichkeiten wechseln? Gibt es Situationen, in denen ein Wechsel zwischen interner und externer Weiterbildung sinnvoll ist?
Ja, durchaus. So beginnen manche mit einem Firmenseminar und einzelne Mitarbeitende vertiefen das Thema anschließend in offenen Seminaren. Umgekehrt können externe Jour Fixes oder offene Seminare als Impuls dienen, aus dem später ein maßgeschneidertes Inhouse-Seminar für die gesamte Abteilung entsteht.
Abschließend noch eine Frage: Woran erkennt man ein hochwertiges Weiterbildungsangebot?
Entscheidend ist, dass die Inhalte praxisnah sind und sich sofort im Arbeitsalltag anwenden lassen. Zertifizierungen erhöhen die Qualität und Vergleichbarkeit von Weiterbildungsangeboten. Besonders wertvoll sind Referent*innen, die selbst an der Gesetzgebung oder an Branchenstandards mitwirken. Viele unserer Referent*innen zählen dazu. So bleibt die betriebliche Weiterbildung fachlich aktuell und zukunftssicher.


